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Als 3D-Designer neue Welten erschaffen

3d designer voraussetzungVom Luftballon bis hin zur Fantasiewelt – Werbung, Onlinegaming und Animationsfilme leben von der Darstellung dreidimensionaler Objekte. Seit Ende der 90er-Jahre erobern Animationsfilme wie Toy Story, Findet Nemo oder Avatar die Kinoleinwände und entführen ihr Publikum in sagenhafte Welten. Auch die Branche der Videospiele erlebt ständig neue Meilensteine in Sachen Grafik und fasziniert mit abwechslungsreichen Open-World-Karten. Doch wer steckt dahinter? Schließlich entsteht ein solcher Film oder eine Gamingszenerie nicht von jetzt auf gleich.

Als 3D-Designer haben technikaffine, kreative Köpfe das Zepter in der Hand und lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Über den ersten Entwurf und die Berechnung von optimalen Licht- und Schattenverhältnissen bis hin zum Feinschliff unterliegt der Entstehungsprozess ihrer Verantwortung. In nahezu allen Branchen, in denen etwas über den Bildschirm flackert, finden 3D-Designer interessante Jobs, sei es im Marketing, der Film- oder der Spieleindustrie. Sie arbeiten daher oftmals mit Regisseuren oder Drehbuchautoren zusammen und tragen maßgeblich zum Medienerlebnis der breiten Masse bei.

Nach dem Schulabschluss stellen sich viele Jugendliche die Frage, welchen Beruf sie ergreifen möchten. Der Job des 3D-Designers spricht junge Menschen an, die sich für Filme, Videospiele und deren technische Raffinessen begeistern. Selbst daran teilzuhaben und Neues zu kreieren, stellt einen großen Reiz dar. Doch welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten Bewerber mitbringen, wenn sie als 3D-Designer Erfolg haben wollen?

Top 3D-Designer Fernkurse


Gepr. 3D-Designer/in
Fernakademie für Erwachsenenbildung

🎓 institutseigenes Zeugnis oder Zertifikat
⌛ 14 Monate
🏷 ca. 2.268 €


Gepr. 3D-Designer/in
ILS

🎓 institutseigenes Zeugnis oder Zertifikat
⌛ 14 Monate
🏷 ca. 2.268 €


Gepr. 3D-Designer/in
SGD

🎓 institutseigenes Zeugnis oder Zertifikat
⌛ 14 Monate
🏷 ca. 2.072 €


Visual FX & SD Animation Diploma
Game Art & 3D Animation Diploma
SAE Institute

🎓 SAE Diploma
⌛ 18 Monate
🏷 ab ca. 13.288 €


Online-Kurs 3D-Design
Online-Schule für Gestaltung

🎓 institutseigenes Zeugnis oder Zertifikat
⌛ 6 Monate
🏷 894 €


3D Designer Ausbildung & Fortbildung
3D Akademie Stuttgart

🎓 3D Akademie Diploma bzw. Zertifikat
⌛ 42 bzw. 12 oder 24 Monate
🏷 ab 17.556 € bzw. ab 6.480 €


Was genau macht ein 3D-Designer?

3d designer fernkursSchlechte Spezialeffekte in einem Spielfilm fallen heutzutage schnell auf und verderben den Zuschauern den Spaß daran. Dies zu verhindern, ist eine der vielfältigen Aufgaben eines 3D-Designers. Er arbeitet am Drehbuch und Storyboard mit, die als schriftliche Grundlagen für den Film oder das Spiel dienen. Hierbei nimmt er alle Details in Augenschein und hilft dabei, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Ein anderes Einsatzfeld ist die Entwicklung von Spielideen und –landschaften sowie Charakteren, die er zum Leben erweckt. Der Kreativität sind in solchen Fantasiewelten keine Grenzen gesetzt. Im Gamedesign wendet er seine technischen Kenntnisse an, um die Vorstellung einer neuen Figur oder Landschaft in die digitale Realität umzusetzen. Ebenso wirkt er am Spielverlauf und dessen Konzept mit und verfasst die Spielanleitung.

Die technische Umsetzung erfolgt am Computer, dem Hauptarbeitsplatz des 3D-Designers. Hier wendet er Bildbearbeitungs- und Animationsprogramme an, mit denen er Ideen entwirft, zeichnet, Gegenstände animiert und visuelle Effekte einarbeitet. Nachdem er eine grobe Skizze angefertigt hat, wird diese in ein 3D-Modell übertragen. Beim Modeling und Texturing modelliert er Objekte mit einer speziellen Software. Detailgenauigkeit ist hier besonders wichtig. Der Designer benötigt dafür ein Auge für Formen und Anatomien. Allmählich arbeitet er die Details heraus, bis am Ende das letzte Härchen am richtigen Fleck sitzt. Durch die Animation erwachen die erstellten Figuren zum Leben, bewegen sich oder vermitteln Emotionen.

Zu den Werkzeugen des Designers zählen spezielle 3D-Design-Software-Lösungen. Schon während der Ausbildung oder des Studiums erlernen die Schüler und Studierenden den professionellen Umgang mit VFX-Programmen wie Adobe Creative Suite, Cinema 4D, Unity, SketchUp und 3D-Studio Max.

Oft werden Filme nachträglich bearbeitet und mit Effekten versehen. Diesen Arbeitsschritt nennen Fachleute Compositing. Daran sind ebenfalls 3D-Designer beteiligt, indem sie beispielsweise einen Schauspieler verdoppeln oder ein animiertes Wesen in den Film einbauen.

Die Arbeitszeit beträgt in der Regel 40 Stunden in der Woche. In heißen Phasen vor Deadlines kann es passieren, dass zusätzlich am Wochenende oder nachts gearbeitet wird, um Projekte rechtzeitig fertigzustellen. Die Überstunden können aber an ruhigen Tagen wieder abgebaut werden.


Mögliche Wege zum 3D-Designer

3d designer studiumWer seine Brötchen in Zukunft mit der Erstellung von animierten Objekten verdienen möchte, kann dieses Ziel auf verschiedenen Wegen erreichen.

  • Schulische Ausbildung zum 3D-Designer

In der Film-, Video- und Spielebranche sind 3D-Artists sehr gefragt, weshalb immer mehr Berufsschulen und Akademien eine Ausbildung für diesen Beruf anbieten. Voraussetzung hierfür ist ein Schulabschluss der mittleren Reife. Die Ausbildung ist schulisch organisiert, die Azubis arbeiten nicht direkt in einem Unternehmen, sondern an Projekten innerhalb der Schule. Je nachdem ob eine Ausbildung an einer staatlichen oder einer Privatschule absolviert wird, erhalten die Abgänger entweder einen staatlich anerkannten Abschluss oder ein Zertifikat.

Ausbildungen zum 3D-Designer werden überwiegend von privaten Schulen angeboten. Ihre Dauer hängt von der jeweiligen Bildungsstätte ab und beträgt zwischen anderthalb und drei Jahren. Möglicherweise beinhalten sie ein Praktikum, in dem die Azubis Praxiserfahrungen sammeln. Leider wird die Ausbildung nicht vergütet, darum ist die Finanzierung des Lebensunterhalts anderweitig abzudecken. Beispielsweise durch Unterstützung der Eltern, BAföG, einen Kredit oder einen Nebenjob. Darüber hinaus entrichten die Azubis ein Schulgeld, das sich auf 200 bis 400 Euro im Monat beläuft. Nach der Ausbildung finden 3D-Designer in Film- oder Gaming-Studios oder bei Kreativagenturen eine Anstellung und können hier bereits nach kurzer Zeit hohe Gehälter erzielen. Ebenso bieten Softwareentwickler Jobmöglichkeiten im Rahmen der Entwicklung von Apps und Videospielen.


Wo kann ich eine Ausbildung zum 3D-Designer machen?

An folgenden Standorten können Interessierte eine Ausbildung zum 3D-Designer absolvieren:

  • PIXL VISN Media Arts Academy GmbH in Köln
  • SRH Fachschulen GmbH in Heidelberg

Wer seinen Fokus auf die Gamingbranche legen möchte, kann über eine Alternative nachdenken, zum Beispiel Game Art und 3D-Animation oder eine Ausbildung im Bereich Spieleentwicklung oder Gamedesign. Angeboten werden diese und weitere artverwandte Ausbildungen hier:

  • Bei SAE Instituten in Bochum, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart, Köln, Hamburg und Berlin
  • SAE Mediencampus in München

Studium

3d designer weiterbildungWer ein Abitur vorweisen kann und 3D-Designer werden möchte, hat die Möglichkeit, ein Studium zu beginnen. Es gibt verschiedene Studiengänge, die diese Berufswahl erlauben. Zu ihnen zählen 3D-Mediendesign und Management, (Visual) Gamedesign und 3D-Animation.

In einer Regelstudienzeit von sechs Semestern erlangen die Studierenden den Abschluss Bachelor of Arts. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem fachlich fokussierte Fächer wie 3D-Design und -Zeichnen, Kunstgeschichte, Dramaturgie, Designtheorie und Storyboarding. Außerdem erhalten die Studierenden Unterricht in Sachen Betriebswirtschaftslehre, Recht, Projektmanagement, Gesellschaftswissenschaften und Philosophie.

Nach abgeschlossenem Studium stehen den Absolventen viele Türen offen, beispielsweise als 3D-Producer, Product-Designer, Marketingmanager, Creative-Director oder Industrial-Designer. Mit diesen und vielen weiteren Berufsmöglichkeiten können sie in den verschiedensten Branchen Fuß fassen und ihre Karriere bei Werbe- und Designagenturen, beim Film oder Fernsehen starten.

An der Designakademie in Rostock erwerben die Studierenden sogar zwei Abschlüsse: 3D-Designer und Gestaltungstechnischer Assistent. Mit fortlaufender Semesterzahl steigen die Studiengebühren auf bis zu 440 Euro pro Monat. Außerdem werden Lernmittelkosten mit 120 Euro pro Semester veranschlagt. Bei der Planung eines Studienantritts müssen Interessierte diese Kosten einkalkulieren. Vorteilhaft ist, dass die Aufnahme sogar mit einem guten Hauptschulabschluss möglich ist. Vorausgesetzt werden neben einigen Soft Skills lediglich eine aussagekräftige Arbeitsmappe und künstlerisch-gestalterische Fähigkeiten.

Ferner bietet die Hochschule Fresenius in Idstein den Studiengang 3D-Design und Management an. 3D-Animation können Interessierte an den Standorten der Macromedia Fachhochschule studieren, zum Beispiel in Köln, Hamburg, Leipzig, Berlin oder München. Hier müssen Studierende mit Studiengebühren von knapp 500 Euro monatlich rechnen.


Weiterbildung zum 3D-Designer

Mehrere Bildungsinstitute bieten Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich 3D-Design an. Die Angebote richten sich an Berufstätige und/oder Studienabbrecher der entsprechenden Fachrichtungen. Bauzeichner und Architekten profitieren ebenso von den Vorteilen der 3D-Technik wie Mediengestalter oder Mitarbeiter von Werbeagenturen. Je nach Fortbildung erhalten die Teilnehmer Einführungen in verschiedene Softwares, zum CAD oder 3D-Studio Max.

Die Teilnahmegebühren übernimmt bestenfalls der Arbeitnehmer. Sie belaufen sich auf knapp 1.000 Euro pro Kurs. Angeboten werden die Kurse unter anderem von IBB, 3D Akademie oder ILS. Viele Bildungsinstitute ermöglichen Weiterbildungen in kurzer Zeit oder über einen längeren Zeitraum hinweg. Bei einigen Kursen ist es möglich, Pausen einzulegen, und oftmals müssen die Prüflinge für die Abschlussprüfung nicht einmal vor Ort sein. Die Teilnehmer profitieren von den flexiblen Modellen und jeder kann die für sich passende Weiterbildung auswählen. Am Ende erhalten sie ein Zertifikat oder ein staatlich anerkanntes Zeugnis. Über die Details geben die einzelnen Institutionen auf ihren Webseiten Auskunft.


Welche Eigenschaften muss ich für diesen Job mitbringen?

Ganz klar: Ohne kreative Ader geht in diesem Beruf nichts! 3D-Designer können gut mit dem Stift umgehen und im Handumdrehen Entwürfe von Objekten, Figuren, Tieren oder Landschaften zu Papier bringen. Einige Zeichentechniken erlernen sie in der Schule, jedoch sollten sie bereits über ein gewisses Talent verfügen. Die Detailgenauigkeit und Realistik sind dabei von großer Bedeutung für den weiteren Arbeitsprozess. Zeitmanagement und Organisationstalent stehen ebenfalls weit oben auf der Liste. Ein Designer hat die einzelnen Arbeitsschritte stets im Blick und kann einschätzen, wie viel Zeit er dafür einplanen muss. Das ist wichtig, damit Projekte fristgerecht fertig werden. Überdies ist Individualität gefragt. Niemand mag es, wenn die künstlerische Leistung eines anderen Designers kopiert wurden. Daher sollten die neuen Entwürfe Wiedererkennungswert aufweisen. Für die enge Zusammenarbeit mit Kollegen ist eine solide Kommunikationsfähigkeit wichtig. Sie erleichtert den Austausch mit Teammitgliedern und trägt zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei. Englischkenntnisse sind unentbehrlich, da viele Fachbegriffe aus dem Englischen übernommen wurden. Bereits während der Ausbildung besuchen die Azubis daher einen englischen Fachunterricht. Dies zahlt sich vor allem bei einer angestrebten Karriere im Ausland aus.


Was verdient ein 3D-Designer?

Da Ausbildung oder Studium aus eigener Tasche zu finanzieren sind, entsteht schnell ein großes Loch im Geldbeutel. Beispielsweise kostet die 15 Monate dauernde Ausbildung bei PIXL VSIN 18.400 Euro. Doch keine Sorge! Bereits als Berufseinsteiger können Absolventen mit einem Gehalt von ca. 2.000 Euro im Monat rechnen. Nach einigen Monaten klettert es auf 2.500 Euro monatlich. Mit zunehmender Berufserfahrung sind Gehälter bis zu 4.000 Euro im Monat keine Seltenheit.

Selbstständige erhalten ihren Lohn oftmals projektbezogen, beispielsweise für einen Film. Es wird kein monatlicher Verdienst ausgezahlt. Selbstverständlich ist der Verdienst immer abhängig vom Arbeitgeber. Ein Low-Budget-Projekt wird weniger Einnahmen erzielen als große Aufträge aus Hollywood. Den Gehältern von Führungskräften sind oftmals keine Grenzen nach oben gesetzt, wodurch der Studienkredit schnell abgezahlt ist. Im deutschlandweiten Vergleich verdienen 3D-Designer in Hessen am meisten (ca. 3.900 Euro monatlich). Auf dem zweiten Platz liegt Hamburg. Hier können sich Designer über ein monatliches Gehalt von 3.400 Euro freuen. Das Nachsehen haben allerdings ihre Kollegen in Sachsen-Anhalt. Sie verdienen im Schnitt lediglich 2.100 Euro im Monat.


Fazit zum 3D-Designer

Wer sich im Kino über die zahlreichen Effekte freut und an ihrer Entstehung interessiert ist oder sich für die detailreichen Welten eines Videospiels begeistert, sollte eine Karriere als 3D-Designer in Betracht ziehen. Mit nahezu jedem Schulabschluss ist es möglich, diesen Weg einzuschlagen und einem spannenden Berufsfeld zu begegnen. Wie aufregend wäre es, den eigenen Namen im Abspann eines Filmes zu sehen oder sagen zu können, Teil des Entwicklerteams eines erfolgreichen Videospiels zu sein?

Mit einer künstlerischen Ader, Teamfähigkeit und dem erforderlichen technischen Know-how muss diese Vorstellung kein Wunschtraum bleiben. Während einer Ausbildung oder eines Studiums erlernen die künftigen 3D-Designer alle notwendigen Fertigkeiten und Fähigkeiten, um in der Welt von Film und Fernsehen erfolgreich zu sein. Zwar sind Ausbildungs- und Studienzeiten eine finanzielle Herausforderung, doch bereits nach kurzer Zeit im Berufsleben rentiert sich diese Investition. 3D-Designer werden in Zukunft eine gefragte Berufsgruppe sein, denn stetig erobern neue Filme, Videospiele und Apps den Unterhaltungsmarkt. Auch in der Werbung kommen Animationen wiederholt zum Einsatz, sodass sich hier ebenfalls Berufschancen eröffnen.

Durch das Verfolgen der gesteckten Ziele und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten werden schon bald die ersten selbst entworfenen Figuren über den Bildschirm hüpfen und vielleicht sogar ihren Platz in einem zukünftigen Film oder Spiel finden.

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