HINWEIS*

Mit einer Fortbildung zum Lerncoach haben viele lehrende Fachkräfte und Personen in sozialen Berufen die Möglichkeit, sich besser auf Schulkinder und Studierende abzustimmen. Sie sind dadurch in der Lage, ihnen effektivere Lerntechniken zu zeigen und auf Defizite einzelner Lernender einzugehen. Wer möchte, kann sich als Lerncoach selbstständig machen und unterschiedliche Personengruppen mit dem erlangten Wissen unterstützen. In diesem Artikel wird die Weiterbildung mit vielen wissenswerten Informationen vorgestellt.

Kurse

Dauer & Abschluss

Ort & Gebühr

Direkt zum Anbieter:

16 Monate
Teilnahmezeugnis,
Zertifikat nach Besuch des 3-tägigen Praxisseminars

ILS / 2.528 €

12 Monate
Studienbescheinigung,
BTB-Abschlusszertifikat

Bildungswerk für therapeutische Berufe/ 1.488 €

16 Monate /Teilnahmezeugnis,
Zertifikat nach Besuch des 3-tägigen Praxisseminars

Fernakademie für Erwachsenenbildung / 2.528 €

4 Tage
Zertifikat

Institut für Bildungscoaching / 560 € (E-Learning),
620 € (Präsenzveranstaltung)

16 Monate
sgd-Abschlusszeugnis,
sgd-Zertifikat

SGD / 2.368 €

ca. 6 Monate, Zertifikat

PEC Institut / 3.975 €

ca. 4 Wochen, Zertifikat

425 €


Welche Inhalte umfasst die Weiterbildung zum Lerncoach?

Je nach Institut unterscheiden sich die Inhalte, die im Rahmen der Lerncoach-Weiterbildung vermittelt werden, die Grundstruktur ist aber gleich. Menschen, die sich für das Bildungsangebot interessieren, eignen sich nicht nur Basiswissen zu den Themen Coaching und Entwicklung an.

Sie erfahren auch, welche Umgebung das Lernen fördert und wann man am besten lernt. In diesem Zusammenhang wird gezeigt, wie die Personen auf individuelle Schwierigkeiten bei Lernenden eingehen und welche Lerntechniken eine gute Wahl sind. So haben Lerncoaches unter anderem die Möglichkeit, Menschen bei der Prüfungsvorbereitung zu helfen. Dabei konzentrieren sie sich auf spezifische Zielgruppen. Zu ihnen gehören Personen mit:

  • Hochbegabung
  • Lese- und Rechtschreibstörung
  • Legasthenie
  • Hyperaktivität

Beim Lerncoaching sind spezielle Arten der Gesprächsführung etabliert, die eine gute Basis für Lernerfolge darstellen. Im Lehrgang erhalten Kursteilnehmer einen tiefen Einblick in diese Themen, um sie bei anderen Menschen effektiv einzusetzen.

16 Monate
Teilnahmezeugnis,
Zertifikat nach Besuch des 3-tägigen Praxisseminars

ILS / 2.528 €

Ein weiterer Schwerpunkt vieler Weiterbildungen zum Lerncoach ist es, zu erfahren, was mit dem erlangten Wissen möglich ist. Teilnehmende lernen somit ihre möglichen beruflichen Perspektiven kennen und erfahren zudem, wie sie ein persönliches Profil aufbauen und Netzwerke erschaffen.


Zu wem passt eine Lerncoach-Fortbildung?

Personen, die sich für die Weiterbildung zum Lerncoach interessieren, sollten kommunikativ und offen sein. Sie werden auf Menschen mit verschiedenen Schwierigkeiten treffen, weshalb es wichtig ist, analytische Fähigkeiten zu haben. Denn neben dem Erkennen von Lerndefiziten gehen Coaches auf Ursachenforschung, um die Auslöser von Problemen zu finden.

Es wird empfohlen, als Lerncoach selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten, um individuelle Tipps für Personen mit Defiziten zu entwickeln. Dabei sind selbst theoretische Grundlagen wichtig. Diese vermitteln ihnen Fortbildungen zum Lerncoach. Außerdem sind die folgenden Eigenschaften in diesem Beruf vorteilhaft:

  • empathisches Handeln
  • logisches Denken
  • Freude am Umgang mit Menschen

Unter welchen Voraussetzungen kann die Fortbildung zum Lerncoach aufgenommen werden?

Menschen, die sich für einen Lerncoach-Lehrgang entscheiden, müssen in der Regel keine Zulassungsvoraussetzungen berücksichtigen. Das bedeutet, dass weder ein spezieller Schulabschluss noch eine bestimmte berufliche Erfahrung notwendig ist. Es wird häufig empfohlen, erste Kenntnisse im pädagogischen Bereich zu besitzen sowie ein Mindestalter von 23 Jahren vorzuweisen. Hierbei handelt es sich jedoch um keine fixe Regelung.


Wie lange dauert die Weiterbildung zum Lerncoach?

Neben ein- bis dreitägigen Lehrgängen gibt es Weiterbildungen, die Monate dauern. Bei ihnen setzen sich die Teilnehmenden im Detail mit dem Coaching auseinander und lernen verschiedene Möglichkeiten kennen, mit denen sie Defizite von Personen mit Lernproblemen aufarbeiten. Üblicherweise handelt es sich bei der Fortbildung zum Lerncoach um einen Fernlehrgang, der durchschnittlich 16 Monate dauert. Dabei sollten Interessierte mit einer Lernbelastung von circa sechs bis acht Stunden pro Woche rechnen. Das entspricht etwa einer Stunde Lernen pro Tag.

12 Monate
Studienbescheinigung,
BTB-Abschlusszertifikat

Bildungswerk für therapeutische Berufe/ 1.488 €


Wie finanziere ich meine Lerncoach-Weiterbildung?

Je nach Bundesland können Personen, die an einem Lehrgang zum Thema Lerncoaching interessiert sind, unterschiedliche Förderprogramme in Anspruch nehmen. Bundesweit ist die Bildungsprämie verfügbar, die sich an Erwerbstätige mit einem Einkommen unter 20.000 Euro richtet. Mit ihr werden 50 % der Weiterbildungskosten (max. 500 Euro) übernommen, zuvor muss eine Beratung erfolgen. Außerdem fördern die Länder Personen, die sich beruflich weiterbilden wollen. Eine Übersicht aller Programm ist hier zu finden.

Arbeitslose Menschen oder Personen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, können den Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit bekommen. In manchen Fällen trägt sie die gesamten Ausgaben, die für die Weiterbildung anfallen. Hierfür muss der Kurs nach AZAV zertifiziert sein.

Überdies besteht bei einer beruflichen Fortbildung die Chance, die Gebühren für die Lehrstunden von der Steuer abzusetzen und so die finanzielle Belastung ein wenig zu reduzieren.


Was kostet die Fortbildung zum Lerncoach?

Lerncoach-Kurse, die nur wenige Tage gehen, kosten für gewöhnlich bis zu 500 Euro. Sie werden beispielsweise von freiberuflichen Coaches angeboten. Im Vergleich dazu sind längere Lehrgänge, die zwischen 12 und 16 Monaten laufen, etwas teurer. Hier sollten Interessierte mit Ausgaben von 1000 bis 2000 Euro rechnen.

Tipp: Angestellte, die eine Weiterbildung machen, die ihrem Arbeitgeber von Nutzen ist, erhalten oft Zuschüsse. In manchen Fällen finanziert der Unternehmensleitung die gesamte Fortbildung. Deshalb ist es empfehlenswert, vor der Aufnahme eines Seminars das Gespräch zu suchen und nach potenziellen Förderoptionen zu fragen.

16 Monate /Teilnahmezeugnis,
Zertifikat nach Besuch des 3-tägigen Praxisseminars

Fernakademie für Erwachsenenbildung / 2.528 €


Wo wird die Weiterbildung zum Lerncoach angeboten?

Es gibt verschiedene Bildungsinstitute, an denen es möglich ist, eine Weiterbildung zum Lerncoach zu machen. Neben der SGD bietet das Institut für Bildungscoaching entsprechende Fortbildungen an. Zusätzlich finden Interessierte bei der Fernakademie für Erwachsenenbildung, ILS sowie BTB passende Angebote. Ferner bieten freiberufliche Coaches und kleinere Schulen Kurse und Lehrgänge an, um ihr Wissen weiterzureichen.


Wie läuft die Fortbildung zum Lerncoach ab?

Eine Lerncoachfortbildung wird als Präsenzseminar oder Fernlehrgang angeboten. Ersteres findet manchmal berufsbegleitend statt, beispielsweise in Form von mehreren Wochenendmeetings. Onlinekurse hingegen enthalten viele Lektionen, die sich die Teilnehmenden als Videos ansehen. Es gibt zudem Handbücher, die dabei helfen, die Lehrfilme besser zu verstehen. Sie sind so konzipiert, dass sie auf die Abschlussprüfung vorbereiten. Zu jeder Lektion wird bei einigen Anbietern ein Test zur Verfügung gestellt, der dazu da ist, das Gelernte zu überprüfen und zu festigen.


Wie werde ich Lerncoach?

Lerncoach ist kein Ausbildungsberuf. Das hierfür notwendige Wissen eignen Interessierte sich in speziellen Lehrgängen an und arbeiten dann in selbstständiger oder angestellter Tätigkeit. Oder sie bringen es in ihre eigene Tätigkeit ein. Denn in der Regel werden die während der Fortbildung erworbenen Kenntnisse in vielen verschiedenen Berufen eingesetzt. Das bedeutet, dass speziell Lehrkräfte oder Personen in erzieherischer Tätigkeit vom erlangten Wissen profitieren. Selbst in anderen Jobs im sozialen Bereich ist Lerncoaching eine sinnvolle Zusatzqualifikation.

4 Tage
Zertifikat

Institut für Bildungscoaching / 560 € (E-Learning),
620 € (Präsenzveranstaltung)


Welchen Abschluss erhalte ich nach dem Lerncoachkurs?

Mit Beenden des Trainings gibt es, je nach Bildungsstätte, unterschiedliche Abschlüsse. Meist erhalten Teilnehmende eine Teilnahmebescheinigung. Es wird unter anderem bei der SGD sowie beim ILS in Form eines Zertifikats vergeben, sofern alle Einsendeaufgaben bearbeitet wurden. Zudem bekommen Menschen, die die Lehrgänge besuchen und eine Abschlussprüfung bestanden haben, ein Abschlusszeugnis. Solche Prüfungen finden meistens im Rahmen optionaler Präsenzseminare statt.


Welche Chancen habe ich als Lerncoach?

Als Lerncoach gibt es viele berufliche Möglichkeiten. Wer möchte, kann sich sogar selbstständig machen. Generell hilft die Weiterbildung als zusätzliches Wissen in pädagogischen Berufen. Zu ihnen gehören unter anderem:

  • Sozialarbeiter und -pädagogen
  • Lehrkräfte
  • Erzieher
  • Ausbilder
  • Psychologen

Ebenso ist es möglich, als Lerncoach zu arbeiten und so sein Know-how umzusetzen. Sie sind in sozialen Einrichtungen und Bildungsstätten sehr gefragt, sodass es vielfältige Einsatzoptionen gibt und gute Chancen auf eine Karriere bestehen.


Wie viel verdiene ich als Lerncoach?

Personen, die als Lerncoach angestellt sind, verdienen durchschnittlich 32.000 bis 41.000 Euro im Jahr. Dabei gilt, dass die Einnahmen höher ausfallen, je mehr Berufserfahrung besteht. Zum Teil bieten Unternehmen aus Nischenbereichen hohe Verdienste. Der Stundensatz für selbstständige Lerncoaches liegt bei etwa 70 bis 150 Euro. Das erscheint hoch, allerdings müssen freiberuflich tätige Menschen davon viele Ausgaben bestreiten (z. B. Krankenversicherung, Steuerberatung).

16 Monate
SGD-Abschlusszeugnis,
SGD-Zertifikat

SGD / 2.368 €


Welche Alternativen gibt es zur Fortbildung zum Lerncoach?

Interessierte, die sich unsicher sind, ob eine Weiterbildung zum Lerncoach die richtige Entscheidung darstellt, sollten ähnliche Berufsbilder betrachten. Es gibt unter anderem die Option, als geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge zu arbeiten. Angehörige dieses Berufs sind in Unternehmen tätig und kümmern sich um Auszubildende oder Praktikanten.

Zusätzlich gibt es Entwicklungsberater. Sie prüfen, ob sich Kinder altersgerecht entwickeln, und geben Eltern Tipps, wie sie ihren Nachwuchs noch besser fördern. Eine weitere Alternative ist die Fortbildung zur Fachkraft für kindliche Entwicklung und Förderung. Zusätzlich sollten sich Personen mit Interesse an einem Lerncoachtraining folgende Bildungsangebote ansehen:

  • Ausbildung zum Erzieher
  • Studium des Sozialmanagements oder auf Lehramt
  • Lehrgänge im Sektor Konfliktmanagement und Kinder- sowie Jugendpsychologie

Fazit

Lerncoaching ist ein beliebtes Fach zur Weiterbildung, das sich für Menschen eignet, die im sozialen oder pädagogischen Bereich arbeiten. Durch die Kenntnis, die während der Ausbildung erlangt wird, fällt es den Teilnehmenden leichter, auf individuelle Probleme bei der Wissensaufnahme einzugehen. Außerdem erhalten sie Tipps und Tricks, die das Lernen erleichtern, was unter anderem Schul- und Vorschulkindern in problematischen Situationen hilft. Doch auch für Personen mit Schwierigkeiten beim Lernen, die AD(H)S oder Legasthenie haben, stellt das Wissen von Lerncoaches eine bedeutende Hilfe dar. Aus diesem Grund profitieren besonders Lehrer, Erzieher oder Sozialarbeiter von einer solchen Weiterbildung. Ebenso ist es möglich, sich nach dem Erhalt des Zertifikats zum Lerncoach neben- oder hauptberuflich selbstständig zu machen. Hierbei sind die Verdienstchancen hoch und die Aussichten auf ein erfolgreiches Berufsleben ebenso. In der Regel dauert die Weiterbildung zum Lerntrainer rund 16 Monate. Bei manchen Anbietern wird der Lerninhalt in kürzerer Zeit vermittelt. Auf der anderen Seite bieten zahlreiche Institute eine kostenfreie Verlängerung der Studienzeit um neun Monate an.

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