HINWEIS*

Sich zum Steuerberater weiterbilden – so gehts

steuerberater-fernkursIn Zeiten, in denen die Bürokratie und damit verbundene Rechtsfragen immer undurchschaubarer werden, sind viele Menschen auf der Suche nach einem Berater, der ihnen bei ihrer Buchhaltung unter die Arme greift. Steuerberater in der Nähe sind daher gefragte Dienstleister, die über das nötige Know-how in Steuerfragen verfügen.

Wer das Ziel hat, Steuerberater zu werden, muss sich umfassend und langfristig darauf vorbereiten. Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung ist nur unter gewissen Voraussetzungen möglich, über die sich Interessierte rechtzeitig informieren sollten. In der Regel müssen sich bewerbende Personen eine entsprechende Ausbildung oder ein Studium und eine mehrjährige Berufserfahrung im Steuerbereich vorweisen, um für die Prüfung zugelassen zu werden. Der enorme Lernaufwand dafür ist nicht zu unterschätzen.

Wurde die Prüfung erfolgreich absolviert und ein Antrag zur Bestellung als Steuerberater gestellt, darf der Prüfling von nun an als Steuerberater tätig sein. Im Berufsalltag berät er seine Mandanten rund um das Thema Steuergestaltung, kümmert sich um ihre Finanzbuchhaltung und Jahresabschlüsse und reicht ihre Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt ein. Ebenso übernimmt er die Überprüfung von Steuerbescheiden und vertritt seine Mandanten in Fragen des Steuerrechts. Für die Tätigkeiten haftet er gegenüber seiner Klientel und gibt ihm Tipps, sodass beispielsweise deren Buchführung einer etwaigen Betriebsprüfung standhält.

Wer keine Scheu vor umfangreichen Datenmengen oder Aktenbergen hat und es liebt, genau hinzuschauen, wird an diesem Beruf große Freude haben.

TOP Steuerberater Fernkurse


Steuerfachwirt/in Vorbereitungskurs
ILS

🎓 Prüfung vor der Steuerberaterkammer,
institutseigenes Zeugnis
⌛ 18 Monate
🏷 ca. 4.046 €


Steuerfachwirt/in
Fernakademie für Erwachsenenbildung

🎓 Prüfung vor der Steuerberaterkammer,
institutseigenes Zeugnis
⌛ 18 Monate
🏷 ca. 3.758 €


Steuerberater/in Vorbereitungskurs
SGD

🎓 staatl. Prüfung, institutseigenes Zeugnis
⌛ 36 Monate
🏷 ca. 5.588 €


Steuerberater Online-Intensiv-Klausurenlehrgang (zweiteilig)
Steuerfachschule Dr. Endriss

🎓 keine Prüfung
⌛ 3 Wochen
🏷 1.980 €


Online-Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung
Lehrgangswerk Haas

🎓 staatl. Prüfung
⌛ ca. 18 Monate
🏷 4.998 €


Online-Grundkurs fürs Steuerberater-Examen (Variante S)
Tax Academy

🎓 Teilnahmebescheinigung
⌛ 27 Wochen
🏷 495 €


Wie wird man Steuerberater/in?

Steuerberater bwlViele Wege führen nach Rom – dies gilt ebenso für Menschen, deren berufliches Ziel es ist, Steuerberater zu werden. Nach dem Schulabschluss stehen ihnen folgende Möglichkeiten offen, dieses Ziel zu erreichen.

Mit dem Abschluss der Mittleren Reife absolvieren sie zunächst eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Anschließend benötigen sie mindestens zehn Jahre Berufserfahrung in diesem Job, bevor sie die Prüfung zum Steuerberater ablegen dürfen. Diese können sie auf sieben Jahre reduzieren, indem sie vorab eine Weiterbildung zum Steuerfachwirt absolvieren.

Wer ein Fachabitur oder Abitur in der Tasche hat, kann sich für ein duales oder ein Vollzeitstudium entscheiden. Rund 60 Prozent der Steuerberater haben BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften studiert. Ein Studium der Rechtswissenschaften oder des Wirtschaftsrechts ist ebenso möglich. Nach dem Studium müssen die Absolventen (bei einem Masterabschluss) drei beziehungsweise (bei einem Bachelorabschluss) vier Jahre Berufserfahrung vorweisen, bevor sie sich zur Steuerberaterprüfung anmelden dürfen.

Der nächste Schritt auf dem Weg zum Steuerberater ist die Steuerberaterprüfung, die als eine der härtesten Prüfungen in Deutschland gilt. Mehr als die Hälfte der Anwärter fallen beim ersten Versuch durch. Sicherlich ließe sich anmerken, dass die Prüfung, die aus drei Klausuren und einer mündlichen Prüfung besteht, zu schwer ist oder zu viel Stoff in zu kurzer Zeit abfragt. Die Steuerberaterkammer rechtfertigt ihre hohe Durchfallquote allerdings damit, dass die Prüflinge als angehende Steuerberater eine hohe Verantwortung tragen und daher das nötige Fachwissen in jedem Falle vorweisen können müssen.


Was beinhalten Weiterbildungen zum/r Steuerberater/in und Steuerfachwirt/in?

Viele Hoch- und Fernschulen bieten Vorbereitungskurse für die Prüfung zum Steuerfachwirt oder Steuerberater an. Im Hinblick auf die anspruchsvolle Prüfung ist eine solche Vorbereitung durchaus empfehlenswert. Das Examen wird von der Steuerberaterkammer abgenommen und baut auf der bereits erworbenen fachlichen Qualifikation des Prüflings auf. Wer daran zweifelt, ob seine bisherige Erfahrung ausreicht, erhält bei der zuständigen Steuerberaterkammer Auskunft darüber, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind. Für eine umfassende Vorbereitung auf die Prüfung und Unterstützung beim Lernen zahlt sich ein Vorbereitungskurs aber auf jeden Fall aus.

Je nachdem welches Institut die Weiterbildung anbietet, kann die Dauer des Kurses unterschiedlich ausfallen. Außerdem spielt das Lerntempo des Einzelnen eine große Rolle. Da jeder ein unterschiedliches Maß an Vorwissen und Lernbereitschaft mitbringt, kann er das Ziel, die Prüfung abzulegen, entweder schneller oder langsamer erreichen.

Inhaltlich bereiten Weiterbildungen die Teilnehmer auf folgende Themen vor:

  • Allgemeines Steuerrecht: Dies umfasst die aktuelle Gesetzgebung und Besteuerung verschiedenster Parameter, die Verwaltung und Abgabenordnung sowie Bewertungsvorschriften.
  • Besonderes Steuerrecht: In diesem Kontext werden Details zur Einkommen-, Gewerbe-, Körperschafts- und Umsatzsteuer vermittelt. Die Teilnehmer erlernen weiterhin Fakten rund um die Grunderwerb-, Erbschafts- und Schenkungssteuer.
  • Rechnungswesen: Hier beschäftigen sich die Teilnehmer mit Themen wie der Buchführung, der Rechnungslegung, dem Handels- und Steuerrecht.
  • Betriebswirtschaftslehre: Dieses Thema umfasst Gebiete wie die Finanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung sowie die Jahresabschlussanalyse.
  • Wirtschaftsrecht: In diesen Kontext fallen diverse Rechtstexte, zum Beispiel das Handelsrecht, Arbeitsrecht oder das Sozialversicherungsrecht. Von besonderer Bedeutung ist das Steuerberatungsrecht, dem auch die Steuerberater unterliegen.

Wie finde ich die passende Weiterbildung?

Wer sich mit einer Weiterbildung auf die Steuerberaterprüfung vorbereiten möchte, hat bestenfalls einen genauen Blick darauf, wie die einzelnen Angebote aufgebaut sind. Hierbei spielen nicht nur die Kosten eine Rolle. Je nach Lerntyp gilt es, darauf zu achten, welchen Anteil Präsenzveranstaltungen und Eigenverantwortung beim Lernen einnehmen. Wer Schwierigkeiten damit hat, sich Themen selbstständig anzueignen, profitiert von Weiterbildungen, die einen hohen Anteil an Präsenzseminaren vorweisen. Andersherum bevorzugen Selbstlerner die frei einteilbare Lernzeit zu Hause.

Beispielsweise bieten das ILS, die SGD und die Fernakademie für Erwachsenenbildung jeweils einen Vorbereitungskurs zum Steuerfachwirt an, in dem innerhalb von 18 Monaten 94 Seminarstunden stattfinden. Davon sind die Gebühren für 32 Stunden bereits in der Studiengebühr enthalten. Die Teilnehmer müssen mit einem Zeitaufwand von 10 bis 12 Stunden die Woche rechnen. Je nach Institut kostet dieser Kurs zwischen 3600 und 4000 Euro.

Ferner hat die SGD einen Vorbereitungskurs zum Steuerberater im Repertoire. Dieser dauert 24 Monate, wobei die Teilnehmer 10 bis 12 Stunden in der Woche für den Kurs und dessen Vor- und Nachbereitung benötigen. Im Lehrgangspreis von rund 3900 Euro ist ein dreitägiges Seminar zur Prüfungsvorbereitung enthalten. Weitere Seminare können kostenpflichtig freiwillig belegt werden. Neben dem Grundlagenwissen erhalten die Teilnehmer Spezialwissen, unter anderem zur Körperschafts-, Erbschaft- und Umsatzsteuer.

Die Steuerfachschule Dr. Endriss bietet die Ausbildung zum Steuerberater in verschiedenen Lehrgangsformen an, beispielsweise als Tages- oder Vollzeitlehrgang, Samstagslehrgang oder Kombi-Lehrgang. Aufgrund des variablen Zeitaufwandes beträgt die Dauer der einzelnen Kurse zwischen drei und fünfzehn Monaten.

Angebote anderer Institute sind teilweise deutlich differenzierter. Beispielsweise bietet das Lehrgangswerk Haas 28 verschiedene Kurse zum Thema Steuerberater an, die sich in ihrer Dauer, den Kosten und behandelten Inhalten unterscheiden. Einige thematisieren beispielsweise die Prüfungsvorbereitung und das Klausurentraining, während andere auf Vertiefung und Wiederholung setzen. Darüber hinaus werden Einzelthemen wie das Rechnungswesen und Controlling von einigen Kursen fokussiert.

Bevor Interessenten einen Lehrgang buchen, ist es daher empfehlenswert, die eigenen Stärken und Schwächen zu analysieren und Wünsche an den Vorbereitungskurs zu formulieren, damit dieser einen gewinnbringenden Nutzen erfüllt. Zudem sollten sie entscheiden, ob sie den Zwischenschritt des Steuerfachwirts anstreben oder sich direkt auf die Steuerberaterprüfung vorbereiten möchten.

Den Akademien und Instituten ist bewusst, dass die Teilnehmer, die die Prüfung zum Steuerberater ablegen möchten, Berufserfahrung vorweisen müssen und daher bereits im Berufsalltag stehen. Aus diesem Grund finden die Weiterbildungskurse überwiegend berufsbegleitend statt. Einige wenige werden in Vollzeit angeboten. Wer einen solchen Kurs besuchen möchte, muss daher eine Möglichkeit finden, sich von seinen Arbeitsverpflichtungen freistellen zu lassen.


Was verdienen Steuerberater?

Ebenso wie bei vielen anderen Berufen steigt auch das Steuerberatergehalt mit zunehmender Berufserfahrung. Am Anfang seiner Karriere kann der Steuerberater mit rund 4000 Euro brutto monatlich rechnen. Ist er bereits 10 Jahre im Dienst, verdoppelt sich dieser Betrag auf bis zu 8000 Euro brutto im Monat. Da Steuerberater nicht nach einem Tarifvertrag bezahlt werden, ist das Gehalt selbstverständlich abhängig von verschiedenen Faktoren, zum Beispiel der Region, der Erfahrung oder dem Verhandlungsgeschick des Beraters.

Viele Steuerberater starten als Steuerfachangestellte. Während ihrer Ausbildung verdienen sie zwischen 850 und 1050 Euro monatlich. Anschließend haben sie die Gelegenheit, ihr Gehalt mit dem Arbeitgeber neu zu verhandeln. Hierbei sollten sie Urlaubstage und Weihnachts- beziehungsweise Urlaubsgeld nicht aus den Augen verlieren. Die Gehälter fallen auch hier je nach Region, Berufserfahrung, Größe der Steuerkanzlei und der persönlichen Leistung unterschiedlich hoch aus. In Vollzeit arbeitende Steuerfachangestellte verdienen nach der Ausbildung zwischen 1800 und 3150 Euro monatlich.

Wer ein Studium nachweisen kann, erhält in den ersten Berufsjahren einen höheren Lohn als die ausgebildeten Steuerfachangestellten. Absolventen einer Universität können mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt zwischen 2800 und 3700 Euro rechnen.


Stolpersteine auf dem Weg zum Steuerberater

Die erste große Hürde ist die Steuerberaterprüfung, die aufgrund ihrer hohen Durchfallquote bereits einigen Kandidaten den Traum vom Beruf Steuerberater verwehrt. Sie findet nur einmal jährlich an einem festgesetzten Termin statt.

Wer sein Können unter Beweis stellen konnte und die Prüfung erfolgreich hinter sich gebracht hat, stellt einen Antrag auf die Bestellung zum Steuerberater. Erst wenn dies geschehen ist, darf der Absolvent den Titel Steuerberater führen. Für den Antrag benötigt er das amtliche Formular, ein aktuelles Passbild sowie die Bescheinigung über die bestandene Prüfung. Des Weiteren muss er vorläufig zusagen, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen.

Ob dem Antrag stattgegeben wird, hängt außerdem von den persönlichen Voraussetzungen des Antragstellers ab. Beispielsweise kann sein Antrag abgewiesen werden, wenn er Vorstrafen gesammelt hat oder über keinen festen Wohnsitz verfügt. Außerdem muss er geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen.

Um langfristig Spaß an dem Beruf zu haben, lohnt es sich, Zahlenaffinität mitzubringen. Darüber hinaus sollten angehende Steuerberater dazu in der Lage sein, termingerecht zu arbeiten und aufkommenden Stress auszuhalten. Bei der Zusammenarbeit mit Menschen, in diesem Falle ihren Mandanten, dem Kollegium sowie Mitarbeitenden der Finanzämter machen sich Empathie und Kommunikationsbereitschaft sicherlich positiv bemerkbar.

Wer all dies vorweisen kann, ist in dem Beruf des Steuerberaters gut aufgehoben und kann sich auf ein überdurchschnittliches Gehalt freuen.


Fazit zum Steuerberater

Steuerberater haben aufgrund des zunehmend komplexer werdenden Steuersystems in Deutschland einen angesehenen Ruf und übernehmen wichtige Aufgaben. Außerdem genießen sie ein besonderes Vertrauensverhältnis gegenüber ihren Mandanten, denn schließlich legen diese ihnen ihre gesamten finanziellen und steuerlichen Angelegenheiten offen. Dies beinhaltet auch unangenehme Thematiken, zum Beispiel Fehlinvestitionen, die der ein oder andere lieber verschweigt.

Der Weg dorthin ist allerdings mit einem hohen Zeitaufwand verbunden und beinhaltet viele Hürden. Ob der Karriereweg über eine Ausbildung oder ein Studium beschritten wird, bleibt jedem selbst überlassen. Dies ist abhängig davon, welchen Schulabschluss der werdende Steuerberater hat und welchen monetären Gewinn er letztendlich erwartet. Die wohl größte Herausforderung bleibt jedoch in jedem Fall die überdurchschnittlich fordernde Steuerberaterprüfung. Wer dem Ziel schneller näherkommen möchte, kann nach der Ausbildung eine Weiterbildung zum Steuerfachwirt absolvieren und somit die erforderliche Anzahl an Jahren mit Berufserfahrung reduzieren.

Langeweile und Steuern schließen sich gegenseitig aus. Sollte es doch einmal öde werden, stehen Steuerberatern vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten offen, wodurch sie ihrem Berufsalltag frischen Wind einhauchen können. So haben sie unter anderem die Gelegenheit, als Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer tätig zu werden.

Letztendlich sind für erfolgreiche Steuerberater der vertrauliche Umgang mit Daten, eine Affinität für Zahlen und Kommunikationsbereitschaft die wichtigsten Charakteristika.

*) Bei Links zu Partner-Angeboten handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält Heise Medien eine Provision. Fürr den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.