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Bildung ist das höchste Gut – Weiterentwicklung fördern als Aus- und Weiterbildungspädagoge

Viele Tausend Menschen unserer Gesellschaft arbeiten im Bildungssektor. Würde man Passanten auf der Straße nach Berufen aus diesem Bereich fragen, fallen den meisten Personen sicherlich als Erstes die Lehrkräfte an Schulen ein, die Kinder und Jugendliche unterrichten. Jedoch gibt es ein weiteres Berufsfeld, in dem eine breite Masse an Menschen tätig ist und das nur zu gern vergessen wird: die Aus- und Weiterbildungspädagogen.

Ihre „Schülerinnen und Schüler“ sind etwas älter, denn in ihrem Alltag unterrichten sie Auszubildende, die bereits einen Schulabschluss erworben haben, und Erwachsene, die sich weiterbilden möchten, um ihre berufliche Entwicklung voranzutreiben.

Mit diesem Ziel vor Augen organisieren Aus- und Weiterbildungspädagogen die berufliche Ausbildung unter anderem innerhalb von Unternehmen oder bei privaten Bildungsträgern. Im Hinblick auf die persönliche und unternehmerische Weiterentwicklung, das damit verbundene Wachstum der Wirtschaft sowie die daraus resultierenden positiven Effekte für das menschliche Miteinander ist diese Berufsgruppe von enormer Wichtigkeit für unsere Gesellschaft.

 

 

TOP Kurse als Aus- und Weiterbildungspädagoge


Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge (IHK)
SGD

🎓 sgd-Abschlusszeugnis, IHK-Abschluss
⌛ 18 Monate
🏷 ca. 3.462 €


Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge (IHK)
ILS

🎓 ILS-Abschlusszeugnis, IHK-Abschluss
⌛ 18 Monate
🏷 ca. 3.516 €


Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge „IHK“
WBS-Training

🎓 WBS-Zertifikat, IHK-Abschluss
⌛ 86 Tage
🏷 k. A.


Aufstiegsfortbildung zum/zur Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagoge/-in (IHK)
bfw-Unternehmensgruppe

🎓 IHK-Abschluss
⌛ 20 Monate
🏷 3600 €

 

Was macht ein Aus- und Weiterbildungspädagoge und wo arbeitet er?

Auch wenn mittlerweile ein Großteil der Schulabgänger ein Studium bevorzugt, ist die Wichtigkeit der Ausbildungsberufe nicht zu unterschätzen. All die dort ausgeübten (handwerklichen) Tätigkeiten erlernen die Auszubildenden in der Regel innerhalb von drei Jahren. Dieser Lernprozess wird von Ausbildern vor Ort und den Aus- und Weiterbildungspädagogen im schulischen Kontext begleitet. Grundlage für die Ausbildungen bilden das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO).

Es gibt viele verschiedene Einrichtungen, in denen Aus- und Weiterbildungspädagogen eine Anstellung finden und ihr Wissen weitergeben können. Dazu gehören

  • Bildungsträger der beruflichen Erwachsenenbildung,
  • private oder vereinsorganisierte Arbeitsvermittler,
  • öffentlich-rechtliche Wirtschaftsvertretungen (Kammern)
  • öffentliche Verwaltungen und
  • größere wirtschaftliche Unternehmen, die die Ausbildung ihres Nachwuchses intern organisieren.

Im Berufsalltag eines Aus- und Weiterbildungspädagogen geht es darum, sein angesammeltes Wissen auf didaktisch sinnvolle Art und Weise an die Auszubildenden weiterzugeben, sodass diese in der Lage sind, sich optimal auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten. Darüber hinaus beurteilen sie die Ausbildungseignung ihrer Schützlinge und stellen ihnen neben verschiedenen Lern- und Arbeitstechniken ebenso Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, mit denen sie ihre Kompetenzen vertiefend üben. Des Weiteren verfügen sie über Hintergrundwissen bezüglich der gesetzlichen Regelungen zur Ausbildung und Weiterbildung. Sie begleiten den theoretischen und praktischen Lernprozess der Auszubildenden von Beginn an und stellen passende Lehrmedien bereit. Zur Vorbereitung auf den Abschluss entwerfen sie außerdem exemplarische Abschlussprüfungen, die sie anschließend auswerten und den Auszubildenden eine Rückmeldung geben. Durch ihr pädagogisches Know-how stehen sie ihren Schülern außerdem bei psychologischen und Anliegen, die die Ausbildung betreffen, beratend zur Seite.


Wie kann ich eine Aufstiegsfortbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen absolvieren?

Wer Interesse daran hat, junge Menschen und motivierte Erwachsene bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung zu begleiten, sollte über eine Aufstiegsfortbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen nachdenken. Derartige Lehrgänge, die häufig als Fernlehrgang angeboten werden, vermitteln den Teilnehmern das nötige Wissen, um in ihrem Unternehmen oder als selbstständiger pädagogischer Berater eine fundierte Wissensweitergabe zu ermöglichen und kompetente Mitarbeiter heranzuziehen. Die Weiterbildungskurse richten sich daher an diejenigen Personen, die innerhalb eines Unternehmens für die Aus- und Weiterbildung zuständig sind, sich als pädagogischer Berater selbstständig machen und ihre pädagogischen Fähigkeiten weiterentwickeln möchten sowie Weiterbildungsträger.

Persönliche und formelle Voraussetzungen

Um einen IHK-Abschluss als Aus- und Weiterbildungspädagoge anstreben zu können, müssen die Teilnehmer des Kurses einige Grundvoraussetzungen erfüllen. Neben dem persönlichen Interesse daran, Wissen zu vermitteln, fordert die IHK eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten dreijährigen Ausbildungsberuf und anschließend mindestens ein Jahr Berufserfahrung oder eine Berufsausbildung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf mit anschließend zwei Jahren Berufspraxis. Darüber hinaus müssen Interessierte einem sogenannten AdA-Schein vorweisen. Diesen erhalten sie durch eine abgelegte Prüfung nach Paragraf 4 der Ausbildereignungsverordnung (AEVO).

Alternativ lassen sich die erworbenen Kompetenzen durch eine vergleichbare berufliche und arbeitspädagogische Qualifikation nachweisen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Berufspraxis einschlägig sein und somit eine Brücke zu den fachlichen Aufgaben des Aus- und Weiterbildungspädagogen schlagen muss.

Angebote einzelner Institutionen, Dauer und Ablauf der Aufstiegsfortbildung

Um an einer Prüfung der Industrie- und Handelskammer zum Aus- und Weiterbildungspädagogen teilzunehmen, ist ein vorbereitender Kurs nicht verpflichtend, wird allerdings empfohlen. In einem Vorbereitungskurs haben die Lehrgangsteilnehmer die Möglichkeit, sich die vorgegebenen Prüfungsinhalte in einem angemessenen Zeitraum und mit Hilfestellung anzueignen. Aufbau und Umfang der einzelnen Lehrgänge variieren jedoch stark, sodass es sowohl Kurse mit deutlich weniger als auch mit mehr als den 535 empfohlenen Vorbereitungsstunden gibt.

Viele private Bildungsinstitutionen bieten die Aufstiegsfortbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen an. Es folgt ein kurzer beispielhafter Überblick über aktuelle Angebote.

Die SGD bietet einen Fernkurs an, der sich über einen Zeitraum von 18 Monaten erstreckt. Die Teilnehmer müssen hierfür mit einem wöchentlichen Zeitaufwand von acht bis zehn Stunden rechnen. Am Ende des Kurses erhalten sie – sofern sie die Abschlussprüfung bestanden haben – ein SGD-Abschlusszeugnis sowie einen IHK-Abschluss. Der Kurs umfasst ein verpflichtendes Seminar, das die Teilnehmer auf die Prüfung vorbereitet. Wer möchte, kann darüber hinaus freiwillig zwei weiteren Seminaren beiwohnen, die die Vertiefung und Reflexion der Kursinhalte thematisieren. Als Studienmaterial erhalten die Teilnehmer 38 Studienhefte und 5 Fallstudien sowie einen Zugang zum SGD-Online-Campus.

Im Rahmen eines Fernstudiums können Interessierte bei dem ILS ebenfalls einen Abschluss zum geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen erwerben. Der Zeitaufwand beträgt ebenfalls acht bis zehn Wochenstunden über einen Zeitraum von achtzehn Monaten, ist jedoch abhängig von den individuellen Bemühungen die einzelnen Teilnehmer, sodass sie den Kurs ebenso in einer kürzeren oder längeren Zeitspanne absolvieren können. Als Teilnahmebestätigung bekommen die Lernenden am Ende des Kurses ein ILS-Abschlusszeugnis und wahlweise ein Zertifikat in englischer Sprache. Sofern die IHK-Prüfung bestanden wurde, erhalten sie außerdem den entsprechenden IHK-Abschluss. Die Studienmaterialien umfassen ebenfalls 38 Studienhefte und 5 Fallstudien. Hier besuchen die Teilnehmer ebenfalls ein obligatorisches Seminar zur Prüfungsvorbereitung, das fünf Tage dauert, und haben des Weiteren die Möglichkeit, an zwei freiwilligen Vertiefungsseminaren teilzunehmen.

Bei der WBS können Interessierte den IHK-Abschluss innerhalb von nur 86 Tagen erreichen. Dieser Kurs läuft allerdings in Vollzeit, montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr. Am Ende erhalten die Teilnehmer sowohl das IHK-Zeugnis als auch ein WBS-Zertifikat. Bei diesem Angebot erfolgt das Lernen spielerisch über eine digitale Lernplattform. Hierüber betreten die Kursteilnehmer eine realitätsnahe Arbeitswelt, in der sie ihre Kompetenzen anwenden können. In Form eines Avatars begegnen sie den anderen Kursteilnehmern und dem Ausbildungsleiter, mit denen sie via Headset und Bildschirm interagieren. In diesem virtuellen Raum können sie Fragen stellen und Inhalte besprechen. Besonders anregend ist dabei der angewandte Methodenmix, der praktische Übungen und Gruppenarbeiten sowie Selbstlernphasen umfasst. Die Teilnehmer befinden sich während der Ausbildungszeit entweder an einem der WBS-Standorte oder in Ausnahmefällen in den eigenen vier Wänden.

Die bfw-Unternehmensgruppe bietet ebenfalls Weiterbildungsmöglichkeiten zum geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen der IHK an und macht darauf aufmerksam, dass sich Teilnehmer die Aufstiegsfortbildung sogar für ein Bachelorstudium anrechnen lassen können. Als Voraussetzung müssen Interessierte bei der bfw ebenfalls eine abgeschlossene Berufsausbildung, mindestens ein Jahr Berufserfahrung sowie die erfolgreiche Ausbildereignungsprüfung der AEVO nachweisen. Am Ende erhalten sie ein IHK-Abschlusszeugnis. Außerdem können sie sich die Qualifizierung „Lernprozessbegleiter“ für diese Aufstiegsfortbildung anrechnen lassen. Der Kurs dauert zwischen einem und zwei Jahren und findet berufsbegleitend vor Ort statt, beispielsweise in Hannover, Lemförde, Oldenburg oder Osnabrück.

Welche Inhalte vermittelt die Aufstiegsfortbildung?

In der Regel umfassen die Kurse dieser pädagogischen Weiterbildung der IHK drei Themenbereiche, die im Idealfall aufeinander Bezug nehmen. Eine der drei Säulen sind die Themen Lernprozesse und Lernbegleitung. In diesem Kontext erlernen die Teilnehmer, wie sie Lernprozesse aktiv mitgestalten und begleiten. Dabei spielt der lernpsychologische Aspekt bei Jugendlichen und Erwachsenen eine bedeutende Rolle. Ebenso werden hier der Medieneinsatz und die Medienauswahl sowie die Lern- und Entwicklungsberatung der Teilnehmer thematisiert.

Die zweite Säule beschäftigt sich mit den Planungsprozessen im Kontext der beruflichen Bildung. In diesem Rahmen erlernen die Kursteilnehmer, wie sie Bildungsprozesse organisieren und strukturieren, wie sie die Eignung der Auszubildenden einschätzen und deren Lernleistungen bewerten. Außerdem erlernen sie, wie sie Prüfungen durchführen und gestalten können und zur Qualitätssicherung des Bildungsprozesses beitragen.

Die dritte Säule beschäftigt sich mit der Berufspädagogik, beispielsweise in der betrieblichen Lehrwerkstatt, in Zusammenarbeit mit benachteiligten Zielgruppen oder in der überbetrieblichen Ausbildung. Auch die Funktion des Ausbilders steht hier im Fokus.


Aufbau der Prüfung

Die Prüfung orientiert sich ebenfalls an diesen drei Säulen. Im Kontext der ersten Säule verfassen die Prüflinge innerhalb von 250–280 Minuten eine schriftliche Situationsbeschreibung und beantworten anschließend schriftlich Fachfragen. Anschließend findet ein 30–45-minütiges mündliches Fachgespräch statt, wobei das Thema vom Prüfungsausschuss gewählt wird.

Zum Themenkomplex „Planungsprozesse in der beruflichen Bildung“ bearbeiten die Prüflinge ebenfalls eine schriftliche Prüfung, die eine komplexe Situationsbeschreibung und die Beantwortung von dazugehörigen Fachfragen beinhaltet. Der Zeitrahmen für diesen Prüfungsteil beträgt wiederum 250–280 Minuten.

Der dritte Teil der Prüfung stützt sich auf die letzte Säule, das berufspädagogische Handeln, besteht aus einer Projektarbeit, die praxisnahe Problemstellungen beschreibt, beurteilt und löst. Das Thema können die Prüflinge selbst vorschlagen und muss von ihnen innerhalb von 30 Kalendertagen bearbeitet werden.

Wie geht es danach weiter? Berufs- und Gehaltsaussichten für Aus- und Weiterbildungspädagogen

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Aufstiegsfortbildung der IHK, die auf Meisterniveau angesiedelt und staatlich anerkannt ist und daher ein entsprechend hohes Ansehen genießt, wirken die Aus- und Weiterbildungspädagogen aktiv an der Qualifizierung des Personals mit. Neben der Rekrutierung und Ausbildung von Schulabgängern sind sie in größeren Unternehmen für die Schulung von Mitarbeitern zuständig, sodass sie neue, zielgerichtete Kompetenzen erwerben und dem Unternehmen einen Mehrwert bieten. Damit ihnen dies gelingt, müssen sie Weiterbildungen zielgruppenorientiert planen und die Qualifikationen der Teilnehmer identifizieren.

Da der Erfolg eines Unternehmens von den Qualifizierungen seiner Mitarbeiter abhängt, sind geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogen eine gefragte Berufsgruppe. Jede Firma und jede Einrichtung, die die Wichtigkeit der Personalentwicklung erkannt hat, bietet ihnen interessante Karrieremöglichkeiten. Ebenso vielfältig wie die Einsatzgebiete sind dabei die Gehälter der Einzelpersonen, weshalb keine Pauschalaussage zum Verdienst getroffen werden kann. Bei Tarifverträgen können die Pädagogen mit einem Bruttojahreslohn zwischen 43.000 und 59.000 Euro rechnen. Grundsätzlich gilt auch bei diesem Beruf, dass das Gehalt mit zunehmender Berufserfahrung steigt und von der Branche und der Region des Unternehmens abhängt. So fallen die Gehälter im Westen und Süden Deutschlands deutlich höher aus als in den östlichen Bundesländern.


Fazit zum Aus- und Weiterbildungspädagoge

Das Berufsbild des Aus- und Weiterbildungspädagogen ist im Unternehmenskontext aber auch in öffentlichen Einrichtungen von großer Bedeutung für die Qualitätssicherung der Ausbildung und den Fortschritt der Wirtschaft. Absolventen dieser Fortbildung genießen daher hohes Ansehen innerhalb des Unternehmens. Zwar ist es nicht notwendig, einen Kurs zu besuchen, bevor die Prüfung abgelegt wird, es ist allerdings empfehlenswert, um alle Inhalte lernen zu können und sich optimal auf die anspruchsvolle Prüfung vorzubereiten. Ist dies geschafft, nehmen die Absolventen Auszubildende unter ihre Fittiche und bilden außerdem die Mitarbeiter des Unternehmens regelmäßig fort. Wer möchte, kann anschließend eine Weiterbildung zum geprüften Berufspädagogen der IHK absolvieren. Dieser steht fachlich über den Abschluss des Aus- und Weiterbildungspädagogen. Das Verhältnis ist vergleichbar von dem eines Bachelorstudiengangs zu einem Masterstudiengang.

All diejenigen, die Interesse an der methodisch-didaktischen Vermittlung von Wissen haben und die Bildung als hohes Gut unserer Gesellschaft ansehen, werden mit dieser Aufstiegsfortbildung den richtigen Weg einschlagen und langfristig Freude an der Arbeit mit Menschen haben.

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