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Aufstiegsfortbildung zum Medienfachwirt (Digital oder Print) – die Medienbranche vorantreiben und mitgestalten

Sie begegnen uns täglich und überall: Medien. Sowohl im analogen als auch im digitalen Bereich vermitteln sie uns Informationen, unterhalten uns, ermöglichen uns die Kommunikation über weite Distanzen und präsentieren uns die neusten Produkte. Ein Tag ohne Smartphone, Zeitungen, Fernseher, Streamingdienste und Onlineshops ist daher für den modernen Menschen des 21. Jahrhunderts kaum noch vorstellbar.

Genau dort setzt das Berufsfeld des Medienfachwirts an. Dessen Tätigkeiten sind ebenso vielfältig wie die Medienlandschaft selbst, die sich vom Printbereich der Zeitungen und Zeitschriften über Social-Media-Kanäle bis hin zum Marketing und zur Filmindustrie erstreckt. Aufgrund dieser Vielfalt ist es kaum möglich, einen einheitlichen Überblick über den Beruf des Medienfachwirts zu geben. Die folgenden Informationen dienen daher lediglich als kleiner Ausschnitt eines abwechslungsreichen und spannenden Jobs und erklären, auf welche Weise Interessierte in darin einsteigen können.

 

TOP Aufstiegsfortbildungen zum/zur Medienfachwirt/in (Digital oder Print)


IHK Medienfachwirt/-in (Digital)
WBS Akademie

🎓 IHK Abschluss
⌛ 19 Monate
🏷 ca. 3.961,00 €


Fahrzeugtechnik (Bachelor)
SGD

🎓 SGD-Abschlusszeugnis oder IHK-Abschluss
⌛ 24 Monate
🏷 ca. 4.002,00 €


Medienfachwirt/-in (IHK)
Comcave College

🎓 IHK-Abschluss
⌛ 8 Monate
🏷 k. A. 


Medienfachwirt Print/Digital (IHK)
Klett Fernakademie

🎓 IHK-Abschluss
⌛ 24 Monate
🏷 ca. 4.002,00 €


Gepr. Medienfachwirt/-in Digital
ILS

🎓 IHK-Abschluss
⌛ 24 Monate
🏷 ca. 4.002,00 €


Medienfachwirt und Industriemeister Print

TeleLearn-Akademie

🎓 IHK-Abschluss
⌛ 18 Monate
🏷 6.690,00 €

Was macht ein Medienfachwirt und wo arbeitet er?

Routine und sich wiederholende Arbeitsinhalte sind dem Medienfachwirt fremd. Jeder Tag ist für ihn ein neues herausforderndes Kapitel. Je nachdem, in welchem Unternehmen er arbeitet, liegen seine Schwerpunkte auf einem der folgenden Bereiche.

Printmedien: Hier geht es um das Planen und Gestalten und Herausbringen von aktuellen Zeitschriften und Zeitungen. Eng damit verbunden ist die Durchführung der analogen oder digitalen Druckprozesse.

Film und Fernsehen: Die Filmindustrie bietet spannende Möglichkeiten. Hier beschäftigen sich Medienfachwirte mit der Ton- und Bildgestaltung oder wirken bei Animationen und Tricktechniken mit.

Interaktive Medien: In dem Moment, wenn Medien und Rezipienten miteinander in Kontakt treten, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Medienfachwirt seine Finger im Spiel hatte. Seine Aufgaben erstrecken sich von der Mitgestaltung von Websites und Apps bis hin zur Vermarktung und Verbreitung neuer Softwarelösungen. Dabei arbeitet er eng mit Informatikern und Webdesignern zusammen.

Marketing, Buchhaltung, Finanzen: Neben der Entwicklung von Marketingstrategien fällt es ebenso in den Aufgabenbereich des Medienfachwirts, die Kosten für neue Projekte zu beobachten, sie zu kalkulieren und gegebenenfalls anzupassen. Um auf neue Trends reagieren zu können, ist zudem ein geübter Blick für die aktuelle Medienlandschaft empfehlenswert.

Aus diesem Spektrum ergeben sich Beschäftigungsverhältnisse in Unternehmen der Veranstaltungstechnik, bei Softwareanbietern, im Druckwesen oder bei Verlagen sowie beim Fernsehen oder Radio. Ebenso sind Firmen, die sich mit dem Marketing und der Marktforschung auseinandersetzen, an kompetenten Medienfachwirten interessiert. Die Finanzabteilungen der Unternehmen und das Qualitätsmanagement profitieren ebenso von ihren Kenntnissen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Wer sich das berufliche Ziel des Medienfachwirts gesetzt hat, kann dieses im Rahmen einer Aufstiegsfortbildung erreichen. Um daran teilnehmen zu können, sind einige fachliche und persönliche Voraussetzungen zu erfüllen. Im Detail setzen die verschiedenen Anbieter fest, welche Anforderungen sie an ihre Bewerber stellen. Allerdings verlangen die meisten entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Medienberuf, eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf sowie mindestens ein Jahr Berufserfahrung oder alternativ eine vierjährige Berufspraxis.

Darüber hinaus ist eine gewisse Technikaffinität selbstverständlich nicht verkehrt. Schließlich arbeitet der Medienfachwirt tagtäglich mit verschiedensten Programmen und Anwendungen, um seine Ideen zu verwirklichen. Dabei benötigt er zudem Kreativität, kaufmännisches Interesse sowie Organisationskompetenzen. Damit die Weiterbildung reibungslos funktioniert, sollten außerdem die technischen Voraussetzungen erfüllt werden, die zum Beispiel ein Fernkurs an die Teilnehmer stellt. In der Regel benötigen Kursteilnehmer einen internetfähigen PC oder Laptop.

Welche Inhalte vermittelt die Fortbildung?

Alle momentan angebotenen Fernkurse zum Medienfachwirt bereiten ihre Teilnehmenden auf die Prüfung der IHK vor und bringen ihnen alles bei, was darin abgefragt werden kann. Dazu zählen zunächst grundlegende Qualifikationen, wie rechtsbewusstes und betriebswissenschaftliches Handeln, aber auch Methoden der Planung sowie die Kommunikation und Zusammenarbeit im Betrieb. Ebenso steht die Volkswirtschaftslehre auf dem Stundenplan.

Im nächsten Schritt beschäftigt sich der Lehrgang mit der Medienproduktion. Hier werden den Lernenden Prozesse und Produkte der digitalen und Printmedien sowie deren Planung und Kalkulation nähergebracht.

Ein letztes Fachgebiet vermittelt Kenntnisse über organisatorische und zwischenmenschliche Tätigkeiten. Hierzu zählen Personalmanagement, Marketing und Rechnungswesen.

Je nach Weiterbildung erhalten die Absolventen am Ende des Lehrgangs den IHK-Abschluss „Geprüfter Fachwirt Print“ oder „Geprüfter Fachwirt digital“ gemäß der neuen Verordnung aus dem Jahr 2009. Optional erhalten die Teilnehmer bei einigen Anbietern ebenfalls einen AdA-Schein, wenn sie die entsprechende Prüfung ablegen, sodass sie in Zukunft die Rolle eines Ausbilders und Führungsaufgaben übernehmen können.

Wo kann ich die Fortbildung absolvieren?

Eine IHK-Weiterbildung zum Medienfachwirt bieten unter anderem folgende Fernschulen an:


Dauer, Kosten und Ablauf der Aufstiegsfortbildung

Die Lehrgangsdauer variiert von Anbieter zu Anbieter und liegt meist zwischen 8 und 24 Monaten. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass in einem längeren Kurs mehr Inhalte vermittelt werden. Stattdessen kommt die Zeitspanne durch den Aufbau und die Zeiteinteilung des Kurses zustande. So schafft es beispielsweise ein Lehrgang in Vollzeit, die notwendigen Inhalte schneller zu vermitteln als ein Kurs, der berufsbegleitend in den Abendstunden stattfindet. Bevor sich Interessierte für eine Schulung anmelden, ist es daher ratsam, sich beim Anbieter über den Zeitaufwand und Ablauf zu informieren bzw. die Kursdetails aufmerksam durchzulesen.

Bei den Institutionen können ebenso die Kosten für den Kurs erfragt werden. Viele Bildungsstätten verzichten darauf, diese auf ihren Websiten zu nennen. Stattdessen müssen Bewerber sich online registrieren oder Infomaterial anfordern, um eine Auskunft über die Gebühren zu erhalten. Falls die gewünschte Weiterbildung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zertifiziert ist (und das sind die meisten) besteht die Möglichkeit, die Gebühren nach Eingabe der Zulassungsnummer abzurufen.

Eine Ausnahme macht die WBS Akademie. Hier belaufen sich die Kosten für die Aufstiegsfortbildung zum Medienfachwirt (Digital oder Print) auf 4660 Euro.

Der Ablauf der Fortbildung gestaltet sich je nach Anbieter verschieden. An der WBS findet sie als Fernstudium von zu Hause aus statt. Jeden Dienstag- und Donnerstagabend sowie jeden ersten Samstag treffen sich die Teilnehmer in einem virtuellen Raum. Sie bleiben dabei räumlich flexibel und benötigen lediglich einen Internetzugang.

Die SGD bietet die Fortbildung über einen Zeitrahmen von 24 Monaten bei einem wöchentlichen Zeitaufwand von zehn bis zwölf Stunden an. In diesem Zeitraum besuchen die Teilnehmer drei Präsenzseminare und haben in einem zusätzlichen Online-Seminar die Gelegenheit, mit einem Tutor das Thema für eine Projektarbeit zu besprechen, die Teil der Abschlussprüfung sein wird. Davon abgesehen lernen die Teilnehmer selbstständig nach eigener Zeiteinteilung von zuhause aus im Fernstudium.

Am Comcave College dauert die Weiterbildung lediglich acht Monate. Die Teilnehmer haben die Wahl, ob sie an Präsenzveranstaltungen teilnehmen oder über Telelearning (50 oder 100 Prozent) lernen möchten. Optional können sie darüber hinaus ein Praktikum absolvieren.

Alle Kurse schließen mit der IHK-Prüfung ab, die aus mehreren Teilen besteht: Je einen schriftlichen Prüfungsteil gibt es in den Bereichen „Grundlegende Qualifikationen“ und „Handlungsspezifische Qualifikationen“. Beide Bereiche sind wiederum in Unterkategorien und Einzelprüfungen eingeteilt, in denen die Prüflinge teilweise Schwerpunkte setzen können. Insgesamt ist für jeden Prüfungsbereich eine Prüfungsdauer von acht bis neun Stunden veranschlagt. In einem dritten Prüfungsteil verfassen die Teilnehmer innerhalb von 30 Kalendertagen eine praxisorientierte Projektarbeit. Anschließend präsentieren sie diese und beantworten innerhalb von 30 Minuten darauf bezogene Fachfragen.

Wie geht es danach weiter?

Die Medienlandschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter. Dementsprechend gefragt sind kompetente Mitarbeiter in der Medienbranche, die ein fundiertes Know-how und neue Ideen mitbringen. Ein Fachwirt mit dem Schwerpunkt Medien versetzt seiner Karriere mit dieser Weiterbildung einen Schub nach vorn, denn es handelt sich um einen geregelten Fortbildungsabschluss, der einem Meisterabschluss gleichgesetzt ist. Damit genießt er einen höheren Stellenwert als das Berufsbild des Mediengestalters und ist bei medienorientierten Unternehmen sehr gefragt. Durch die Kombination von technischen, gestalterischen, juristischen und kaufmännischen Kompetenzen sind Medienfachwirte in der Lage, Führungspositionen einzunehmen. Sie verbinden daher technisches Wissen mit dem Personalmanagement und fungieren als wichtiges Bindeglied innerhalb des Unternehmens.

Dies sind gute Voraussetzungen, um die Druck- und Medienindustrie voranzutreiben. Auch bei der Entwicklung von Apps oder der Unternehmensberatung können Medienfachwirte ihre Kenntnisse gewinnbringend einsetzen. Dabei sollten sie jedoch stets auf dem neusten Stand der Technik bleiben. Andernfalls werden sie von der Konkurrenz abgehängt und können in der freien Wirtschaft nicht mehr mithalten. Kontinuierlicher Fortschritt ist dabei das höchste Ziel unter dem täglichen Einsatz von Kreativität.

Wer sich nach der Aufstiegsfortbildung weiterhin fortbilden und die Karriereleiter noch weiter nach oben klettern möchte, kann ein Ingenieurstudium mit den Schwerpunkten Drucktechnik oder Multimedia in Betracht ziehen oder einen Betriebswirt abschließen. Doch auch innerhalb des Unternehmens bestehen Aufstiegschancen, beispielsweise zum Marketingleiter oder Key Account Manager.

Eine weitere Alternative bietet die Selbstständigkeit. Durch die Gründung eines eigenen Unternehmens wird der Medienfachwirt sein eigener Chef und kann darüber hinaus von einer staatlichen Unterstützung profitieren. Als Berater und Dienstleister steht er den Unternehmen als Selbstständiger oder freiberuflicher Mitarbeiter bei ihren Projekten zur Seite. Vorteilhaft daran ist, dass er seine Preise selbst festlegt und nicht an ein einzelnes Unternehmen gebunden ist. Wem die Selbstbestimmtheit wichtig ist, profitiert von diesem Karriereweg. Es ist allerdings zu bedenken, dass selbstständig Tätige einen erhöhten organisatorischen Aufwand haben (Krankenversicherung, Steuerabgaben, etc.), der in ihre Kalkulation als unbezahlte Arbeitszeit eingerechnet werden muss.

Welche Gehaltsaussichten erwarten mich?

Mit der Aufstiegsfortbildung zum Medienfachwirt können sich Mitarbeiter der Medienbranche über einen spürbaren Gehaltsanstieg freuen. Im Durchschnitt verdienen männliche Medienfachwirte 3100 Euro und weibliche 2500 Euro monatlich, wodurch sich ein Gesamtdurchschnittsgehalt von 2800 Euro monatlich ergibt. Diese Angabe kann jedoch lediglich als grobe Orientierung dienen, denn ebenso wie bei anderen Berufen entscheidet auch hier die Branche, Lage und Größe des Unternehmens und die Berufserfahrung über das Gehalt der einzelnen Angestellten. Ein Jahreseinkommen von 55.000 Euro kommt dabei häufiger zustande. Zusatzqualifikationen machen sich ebenfalls auf dem Konto bemerkbar. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist der Sitz des Unternehmens. Je nach Bundesland fallen die Gehälter sehr unterschiedlich aus. Wer Wert auf ein hohes Einkommen legt, richtet seine Aufmerksamkeit auf die Mitte oder den Süden Deutschlands und sucht in Hessen, Bayern oder Baden-Württemberg nach einer Anstellung. Hier liegt das monatliche Durchschnittsgehalt zwischen 2800 und 3000 Euro. Wer hingegen mit einem geringen Einkommen zufrieden ist (oder nicht umziehen möchte), kann sich im Osten des Landes nach einem Job umsehen. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen schwanken die Gehälter zwischen 2000 und 2200 Euro monatlich.


Fazit zum Medienfachwirt

Medienfachwirte gehören zu einer gefragten Berufsgruppe, weil die sich stetig weiterentwickelnde Medienbranche einen großen Bedarf an Fachkräften hat. Mit der Aufstiegsfortbildung können sich Interessierte persönlich und fachlich weiterentwickeln und in Zukunft Führungspositionen innerhalb ihres Unternehmens einnehmen und sich über ein steigendes Gehalt freuen. Die Voraussetzungen dafür sind erste Berufserfahrungen in der Branche sowie ein grundlegendes Interesse an Technik und Medien. Wahlweise können Lehrgangsteilnehmer sich auf den digitalen oder den Printbereich spezialisieren, was ihnen Zugang zu unterschiedlichen Wirtschaftszweigen eröffnet.

Bestenfalls informieren sie sich vor der Belegung eines Kurses über dessen Inhalte und den Ablauf, da diese stark variieren können. Des Weiteren ist es ratsam, sich über die eigenen Wünsche bezüglich des Kurses im Klaren zu sein: Möchte ich den Kurs berufsbegleitend, als Fernstudium oder in Präsenzseminaren ablegen? Welche Kosten kann ich auf mich nehmen und welchen Abschluss erwerbe ich mit der Fortbildung? Sobald diese Eckpunkte klar sind, steht einer Karriere als Medienfachwirt nichts mehr im Wege.

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