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Elektrotechnik studieren und die Welt von morgen mitgestalten

 

Technikinteressierte, die einen Beruf mit Zukunft studieren wollen, aufgepasst! Es gibt kaum einen Studiengang mit besseren Berufsaussichten als Elektrotechnik. Durch die fortschreitende Digitalisierung, Industrie 4.0 und die Energiewende wandelt sich das Berufsbild stetig. Das schafft zugleich neue spannende Arbeitsstellen. Denn Unternehmen aller Branchen suchen laufend Elektroingenieure und Elektroingenieurinnen, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden und durch ein umfangreiches Studium bestens darauf vorbereitet sind.

Wahlpflichtmodule und frei wählbare thematische Schwerpunkte ermöglichen es ihnen, sich schon während der Ausbildung auf ein gewünschtes Gebiet zu spezialisieren. Das hört sich interessant an? Hier gibt es alle Informationen rund um das Elektrotechnik-Studium, z. B. persönliche Anforderungen an angehende Elektroingenieure, Studieninhalte, Unis oder Karrieremöglichkeiten.

TOP Studiengänge in der Elektrotechnik


Elektrotechnik
Fachhochschule Aachen (staatl.)

🎓 B. Eng.
⌛ 7 Semester
🏷 305 €


Elektro- und Informationstechnik
Hochschule Düsseldorf (staatl.)

🎓 B. Eng.
⌛ 6 Semester
🏷 316,90 €


Elektrotechnik
Rheinische Fachhochschule Köln (staatl.)

🎓 B. Eng.
⌛ 6 oder 9 Semester
🏷 202 €


Elektrotechnik
TU Dresden (staatl.)

🎓 Diplom
⌛ 10 Semester
🏷 281,10 €


Elektrotechnik, dual
Hochschule Niederrhein (staatl.)

🎓 B. Eng.
⌛ 8 Semester
🏷 313,38 €


Elektrotechnik (Fernstudium)

IUBH (priv.)

🎓 B. Eng.
⌛ 6 Semester
🏷 ab 1.194 €


Elektro- und Informationstechnik (Fernstudium)
Wilhelm Büchner Hochschule (priv.)

🎓 B. Eng.
⌛ 7 Semester
🏷 ca. 2.229,29 €


Elektro- und Informationstechnik (Fernstudium)
AKAD University (priv.)

🎓 B. Eng.
⌛ 7 Semester
🏷 ab 1.998 €


Was ist Elektrotechnik?

Elektrotechnik zählt zu den Ingenieurwissenschaften. Sie befasst sich mit allem, was mit elektrischer Energie zu tun hat: ihre Erzeugung, Übertragung, Anwendung und Verteilung, vom Smartphone bis hin zum Ausbau digitaler Infrastrukturen. Durch die fortschreitende Digitalisierung ist sie inzwischen eng mit der Informatik verknüpft. Technische Innovationen schaffen zudem laufend neue Anwendungsbereiche.

Die Elektrotechnik ist in fünf große Gebiete unterteilt:

  • Energietechnik, die sich mit der Gewinnung, Übertragung und Umformung elektrischer Energie befasst. Energiespeichertechnologien oder Installationstechniken zählen ebenfalls dazu.
  • Bei der Antriebstechnik geht es darum, Maschinen, Geräte, Fahrzeuge oder Anlagen durch Getriebe und Motoren in Bewegung zu bringen. Ein Beispiel hierfür wäre die Entwicklung von Elektroautos.
  • Die Nachrichtentechnik umfasst die verschiedenen technischen Möglichkeiten der Nachrichtenübertragung und -speicherung. Funktechnik, Telekommunikation oder elektronische Datenverarbeitung fallen in dieses Gebiet.
  • Elektronik, Mikroelektronik und Nanoelektronik befassen sich mit elektronischen Bauelementen wie dem Innenleben eines Smartphones.
  • Die Automatisierungstechnik überschneidet sich mit dem Maschinenbau. Es geht um das Messen, Steuern und Regeln von technischen Prozessen und Apparaten. Im Alltag begegnet sie uns beispielsweise in der Temperaturregelung von Kühlschränken.

Was machen Elektroingenieure?

Elektroingenieure und -ingenieurinnen beschäftigen sich branchenübergreifend mit technischen Geräten. Diese sind Teil des alltäglichen Lebens, man denke nur an elektrische Zahnbürsten, Laptops, Waschmaschinen oder Wasserkocher. Im industriellen Bereich sind sie beispielsweise in Form von Maschinen, mechatronischen Systemen oder Schaltungsanlagen etabliert. Elektroingenieure konstruieren, entwickeln und planen diese, stellen sie her und montieren sie.

Tatsächlich gibt es kein einheitliches Berufsbild. Wie der Alltag von Elektroingenieuren aussieht, hängt stark mit der Branche zusammen, in welcher sie tätig sind, sowie ihrer jeweiligen Spezialisierung. In der Regel arbeiten sie in der Elektroindustrie, der Energie- und Umweltwirtschaft oder dem Maschinen- und Anlagenbau. Aber auch in der Automobilindustrie und der Forschung sind sie gefragte Fachkräfte.

Passt das Elektrotechnik-Studium zu mir?

Angehende Elektroingenieure bringen natürlich ein großes Interesse für Technik und IT mit sowie ein ausgeprägtes logisches Verständnis. Sie versuchen, Zusammenhänge und Hintergründe zu begreifen. Abstraktes Denken bereitet ihnen keine Mühe, genauso wenig wie selbstständiges Arbeiten. Beim Experimentieren schlägt ihr kleines Technikerherz höher!

Im Beruf arbeiten sie in der Regel gemeinsam mit anderen an Projekten, weshalb Teamfähigkeit wichtig ist. Wer gut kommunizieren kann, ist klar im Vorteil. Ihnen ist bewusst, dass sie, mehr als in der Werkstatt herumzubasteln, viel Zeit mit Berechnungen und Simulationen am Computer verbringen. Um mit dem technischen Fortschritt mitzuhalten, stehen außerdem regelmäßig Weiterbildungen auf dem Programm. Lernen sollte ihnen also Freude bereiten!

In der Schule gehörten Mathematik und Physik zu ihren Lieblingsfächern. Denn diese nehmen einen beträchtlichen Teil des Studiums ein und haben schon so manchen zum Studienwechsel gebracht. Genauso wichtig sind Englischkenntnisse, um Fachbegriffe und einschlägige Literatur zu verstehen.


Wie schwer ist das Studium?

Elektrotechnik gehört zu den anspruchsvollsten Studiengängen. Vor allem die ersten Semester stellen eine Hürde dar. Mehr noch als andere Ingenieurstudiengänge ist Elektrotechnik sehr mathematik- und physiklastig. In der Mathematik behandeln Studierende Themen wie komplexe Zahlen, lineare Algebra, Differenzialrechnungen und -gleichungen, Mehrfachintegrale oder Reihenentwicklung. Das bedeutet selbst für Einserschüler mehrere Stunden Lernaufwand täglich.

An Universitäten beträgt die Abbruchquote während des Grundstudiums 53 Prozent, an Fachhochschulen ist sie mit 36 Prozent etwas tiefer. Um dem vorzubeugen, bieten inzwischen viele Hochschulen vor Studienbeginn Vorkurse an. Diese zu belegen, ist Interessierten wärmstens empfohlen. Sie beugen Lernstress vor oder zeigen allenfalls auf, dass Elektrotechnik doch nicht der passende Studiengang ist.


Formale Voraussetzungen

Um an einer Universität Elektrotechnik studieren zu können, ist die Hochschulreife erforderlich, also das Abitur. Nur wenige haben eine Zulassungsbeschränkung in Form eines Numerus clausus, darunter die Hochschulen Augsburg und Hamburg. Allerdings reicht dort ein Notenschnitt von 3,2 beziehungsweise 3,5.

Wer sich für ein Studium an einer Fachhochschule entscheidet, kann dieses auch mit dem sogenannten Fachabi oder einer einschlägigen berufliche Qualifikation antreten, beispielsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung als Elektrotechniker. Einige Fachhochschulen verlangen außerdem ein Vorpraktikum von vier bis acht Wochen.


Wie lange dauert das Elektrotechnikstudium und womit schließe ich es ab?

Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis sieben Semester, bei einem Fern- oder Teilzeitstudium kann es sich etwas länger hinziehen. An vielen Bildungseinrichtungen ist dabei ein Praxissemester vorgesehen, das Studierende in einem Labor oder Unternehmen absolvieren. Es darf durchaus im Ausland stattfinden. Nach erfolgreich bestandener Bachelor-Arbeit, die oft mit einer mündlichen Prüfung verbunden ist, erhalten Universitätsabsolventen den Bachelor of Science. Wer an einer Fachhochschule studiert, schließt mit dem Bachelor of Engineering ab.

Danach besteht die Möglichkeit, sich in einem Master-Studium zu spezialisieren. Dieses dauert üblicherweise vier Semester. Analog zum Bachelor endet es entweder mit dem Master of Science oder mit dem Master of Engineering. Beide Titel ermöglichen eine anschließende Promotion. Gut zu wissen ist überdies, dass der Master die Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten erheblich verbessert.

Welche Inhalte erwarten mich im Studium?

Elektrotechnik ist ein äußerst umfangreiches Studium, das auf mathematischen sowie naturwissenschaftlichen Grundlagen aufbaut. Das Grundstudium befasst sich eingehend mit Mathematik, Physik, Chemie, angewandter Informatik und Elektronik. Auch Mechanik, Werkstofflehre und Systemtheorie stehen auf dem Stundenplan. Zudem integrieren viele Hochschulen BWL-Grundlagen und Management-Methoden.

Darüber hinaus können Studierenden verschiedene Wahlpflichtmodule auswählen, beispielsweise Optoelektronik, Robotik oder Kommunikationsnetze. Später besteht die Möglichkeit, Vertiefungsfächer zu wählen. So können sie sich in dem Fachbereich spezialisieren, der sie besonders interessiert. Neben den erwähnten Themen erwarten zukünftige Elektroingenieure folgende Fächer:

  • Mess- und Regelungstechnik
  • Mikrocontrollersysteme
  • Energietechnik
  • Digitale Systeme
  • Bauelemente
  • Energieerzeugung
  • Leistungselektronik
  • Technisches Englisch

Studienformen

Jeden Tag Vorlesungen besuchen? Das muss nicht sein. Heutzutage lässt sich ein Hochschulabschluss auf unterschiedlichen Wegen erreichen. Berufstätige oder Studierende mit Familien suchen oft nach alternativen Studienmodellen, die es ihnen erlauben, Beruf, Familie, Freizeit und Studium zu vereinen.

  • Das klassische Vollzeit-Präsenzstudium eignet sich vor allem für Abiturienten sowie alle, die sich voll und ganz auf das Studium konzentrieren wollen und können.
  • Ein Fernstudium lässt mehr Freiraum. Bei dieser flexiblen Studienform entscheiden die Lernenden, wann und wo sie studieren. Das erforderliche Material erhalten sie auf elektronischem oder Postweg.
  • Im berufsbegleitenden Präsenz- oder Teilzeitstudium finden die Vorlesungen außerhalb der Arbeitszeit statt. Das bedeutet weniger Zeit für Vorlesungen, weshalb sich die Studierenden, ähnlich wie im Fernstudium, viel Wissen selbst erarbeiten müssen.

Elektrotechnik lässt sich auch im dualen Studium erlernen. Dieses vereint die theoretische Ausbildung an der Hochschule mit der praktischen Umsetzung direkt im Betrieb. Für diesen Studiengang wird es in vier Formen angeboten:

  • Das ausbildungsintegrierende duale Studium schließt mit dem Bachelor und Gesellenbrief ab.
  • Das praxisintegrierende duale Studium ist ähnlich aufgebaut, Absolventen erhalten aber nur den Bachelor.
  • Das berufsbegleitende duale Studium eignet sich für alle, die bereits eine einschlägige Berufsausbildung abgeschlossen haben und neben dem Studium arbeiten möchten.
  • Das berufsintegrierende duale Studium ist ähnlich dem berufsbegleitenden, legt den Fokus allerdings aufs Studium mit weniger Zeit zum Arbeiten.

Wo kann ich Elektrotechnik studieren?

Rund zweihundert Universitäten, technische Unis und Fachhochschulen in Deutschland bieten Elektrotechnik an. Wer sich dafür interessiert, später selbst Elektrotechnik zu unterrichten, studiert auf Lehramt. Zu den beliebtesten Hochschulen gehören folgende.

Wie viel kostet es, Elektrotechnik zu studieren?

Neben den Lebenshaltungskosten kommen auf Studierende Semesterbeiträge zu, die an öffentlichen Hochschulen deutlich geringer sind als an privaten. So betragen beispielsweise die Studiengebühren der FH Aachen zurzeit 305 Euro pro Semester. An der RFH Köln sind es 202 Euro, für die berufsbegleitende Variante sogar nur 16 Euro. Die AKAD University verlangt monatlich mindestens 227 Euro, allerdings erlaubt es das Fernstudium, weiterhin zu arbeiten.

Können die Eltern keine finanzielle Unterstützung bieten und das Gehalt vom Studentenjob ist ebenfalls zu wenig, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Studienfinanzierung. Studierende unter 25 Jahren können beispielsweise das ihnen zustehende Kindergeld direkt empfangen, statt von ihren Eltern. Die bekannteste Förderung ist das BAföG, das mit bis zu 861 Euro monatlich unter die Arme greift. Es handelt sich zur Hälfte um ein Darlehen, die anderen 50 Prozent sind ein Geschenk vom Staat.

Wer kein BAföG bekommt, kann alternativ einen Bildungs- oder Studienkredit beantragen. Das sind Darlehen mit Konditionen, die speziell auf Studierende zugeschnitten sind. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Kredite gibt es hier. Schließlich besteht noch die Option, sich für ein Stipendium zu bewerben. Eine Vielzahl deutscher Organisationen vergeben diese. Tatsächlich ist es viel einfacher, auf diesem Weg Unterstützung zu erhalten, als allgemein angenommen!

Zukunftsperspektiven

Das Studium ist zwar hart, aber der Aufwand lohnt sich. Elektroingenieur gehört mit nur 2,5 Prozent Arbeitslosenquote zu den Berufen mit der höchsten Beschäftigungsrate. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist hoch. Das liegt einerseits daran, dass sich durch die vielen Spezialisierungsmöglichkeiten ein sehr breiter Tätigkeitsbereich eröffnet, der mehrere Branchen umfasst. Hinzu kommen die Energiewende und den Wandel hin zur Industrie 4.0, die laufend neue Arbeitsplätze schaffen.

Typische Arbeitsfelder aufzulisten, ist fast unmöglich, da sie äußerst vielfältig sind. Vielleicht entwickeln Elektroingenieure Motoren für Kaffeemaschinen oder bringen uns mit der Entwicklung von Robotern der Zukunft etwas näher. Manche wagen auch den Schritt in die Selbstständigkeit. Je nach Branche und Spezialisierung arbeiten Elektroingenieure in unterschiedlichen Bereichen, darunter finden sich folgende:

  • Steuerungseinrichtungen
  • Fahrzeugherstellung
  • Luftfahrttechnik
  • Robotik
  • Forschung
  • Systemelektronik
  • Laser- und Infrarottechnik
  • Mikrotechnologie
  • Veranstaltungstechnik

Trotz abgeschlossener Ausbildung haben Elektroingenieure nie ausgelernt. Die Technik entwickelt sich ständig weiter und es gilt, Schritt zu halten. Deshalb besuchen sie regelmäßig Weiterbildungen. Sei es beispielsweise, um mit spezifischen Maschinen umgehen zu können, mit denen sie arbeiten, oder um sich für Führungspositionen zu qualifizieren.


Wie viel verdienen Elektroingenieure?

Genauso rosig wie die Karrieremöglichkeiten sehen auch die Verdienstmöglichkeiten aus. Berufseinsteiger verdienen bereits um die 3500 Euro monatlich, mit wachsender Berufserfahrung werden es rund 5000 Euro. Je nach Branche und Qualifikation können Elektroingenieure sogar bis zu 8000 Euro monatlich erhalten.

Wie bei vielen Berufen hängt die Lohnhöhe außerdem stark von der Branche sowie dem Arbeitsort ab. Größere Unternehmen zahlen oft mehr. Besonders gut sehen die Gehaltsaussichten in der Automobilindustrie aus. Leider besteht nach wie vor ein Gefälle zwischen Mann und Frau, Elektroingenieurinnen verdienen trotz gleicher oder gar besserer Qualifikation etwas weniger als ihre männlichen Kollegen.

Ähnliche Studiengänge

Elektrotechnik passt doch nicht so richtig oder Mathematik und Physik schrecken ab? Kein Problem. Es gibt für alle das passende Studium. So lassen sich beispielsweise nur die einzelnen Teilbereiche der Elektrotechnik studieren oder thematisch verwandte Fächer.

  • Automatisierungstechnik
  • Systemtechnik
  • Telematik
  • Informatik
  • Maschinenbau

Fazit

Elektrotechnik gehört zu den anspruchsvollsten Studiengängen überhaupt. Studierende erwartet vor allem in den ersten vier Semestern eine lernintensive Zeit, die gut die Hälfte dazu bringt, abzubrechen. So viel Mathematik und Physik ist nicht jedermanns Sache! Denjenigen aber, die durchhalten, steht eine rosige Zukunft mit hervorragenden Karrierechancen bevor. Elektroingenieure und Elektroingenieurinnen sind schwer gefragte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt.

Ob in der Forschung, der Automobilindustrie oder als gar als Toningenieurinnen, die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten ist groß. Wo Studierende später tätig sein möchten, bestimmten sie bereits während des Studiums, indem sie Wahlpflicht- und Vertiefungsfächer ihren Interessen entsprechend wählen. Absolventen erwarten zudem ausgezeichnete Verdienstmöglichkeiten. Zusammen mit den guten Anstellungschancen wiegt es den Lernaufwand zweifellos auf!

 

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