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Energiewirtschaft und -Management – ein Studium am Puls der Zeit

Die Energiewirtschaft ist seit einigen Jahren einem starken Wandel hin zu erneuerbaren Energien unterworfen. Gründe dafür sind Ressourcenknappheit sowie Umweltschutz. Um das von der Energiewende angestrebte Ziel zu erreichen, sind Fachkräfte nötig, die sich mit dem Wirtschaftsgeschehen genauso gut auskennen wie mit energietechnischen Fragen. Das Energiewirtschaft- und -management-Studium bereitet auf genau diese Aufgabe vor.

Durch diese Aktualität handelt es sich um einen äußerst zukunftsorientierten Studiengang mit vielfältigen Berufsperspektiven. Er richtet sich an alle, die aktiv etwas zum Schutz vor der Klimakatastrophe beitragen wollen. Zudem interessieren sie sich für Technik, Naturwissenschaften sowie ökonomische Zusammenhänge und sehen sich später in einer Führungsposition. Alle Informationen zum Energiewirtschaft- und -management-Studium gibt es hier, angefangen bei den Voraussetzungen über Anbieter bis hin zu Studieninhalten und Karrieremöglichkeiten.

 

TOP Energiewirtschaft und Management Studiengänge


Energiewirtschaft und -management
Hochschule Albstadt-Sigmaringen

🎓 B. Sc.
⌛ 7 Semester
🏷 148,10 €/Semester


Energiewirtschaft & Energiemanagement
Technische Hochschule Mittelhessen in Gießen

🎓 B. Eng.
⌛ 7 Semester
🏷 278,32 €/Semester


Energiewirtschaft und -management
Wilhelm Büchner Hochschule

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 ca. 333 €/Monat, zzgl. 695 € Prüfungsgeb.


Energy Engineering and Management
Karlsruher Institut für Technologie(KIT) in Kooperation mit der Hector School of Engineering and Management

🎓 M. Sc.
⌛ ca. 20 Monate
🏷 7.500 €/Semester an die Hector School und ca. 155 €/Semester (Semesterbeitrag KIT)


Energiesysteme und Energiemanagement
Hochschule Esslingen

🎓 M. Eng.
⌛3 Semester
🏷 175,60 €/Semester


International Energy Economics and Business Administration
Universität Leipzig in Kooperation mit dem Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen in Moska (MGIMO Universität)

🎓 M. Sc.
⌛4 Semester
🏷 3.125 €/Semester

 

Was sind Energiewirtschaft und Energiemanagement?

Energiewirtschaft bezieht sich auf alle Einrichtungen sowie Aktivitäten, die sich mit Gewinnung, Umwandlung, Versorgung und Vertrieb von Energie befassen. Dazu gehören herkömmliche Energiequellen wie Erdöl, Kohle, Gas oder Kernenergie genauso wie die Erneuerbaren. Akteure sind beispielsweise Energieversorgungsunternehmen, Netzbetreiber oder die Erdölindustrie.

Das Energiemanagement befasst sich mit Managementaufgaben innerhalb der Energiewirtschaft. Dazu gehören die Planung und der Betrieb von Energiegewinnungsanlagen. In mittleren sowie größeren Unternehmen befassen sich Energiemanager mit dem Energieverbrauch des Betriebs. Ziel sind eine möglichst effiziente Nutzung sowie die damit verbundene Kostensenkung.

Bei Energiewirtschaft und -management handelt es sich entsprechend um einen interdisziplinären Studiengang. Er vereint Wirtschafts- und Rechtswissenschaften mit technischen sowie naturwissenschaftlichen Aspekten und bereitet auf die verantwortungsvolle Rolle in Führungspositionen vor. Absolventen erhalten ein tiefgehendes Verständnis der Energiewirtschaft und -politik sowie deren Optimierung.


Warum Energiewirtschaft und -management studieren?

Das Thema Energiewende ist weltweit von Bedeutung und bleibt dies auch in Zukunft. Die Auswirkungen der konventionellen Stromerzeugung auf die Umwelt sowie das Klima sind kolossal. Daher plant Deutschland, bis 2050 den Strom zu achtzig Prozent aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen.

Der Umstieg ist jedoch ein langsamer und komplizierter Prozess. Zurzeit stammen erst rund 35 Prozent unserer Energie aus regenerativen Quellen. Es gilt, neue Technologien zu entwickeln, Anlagen zu bauen und diese mit dem Stromnetz zu verbinden. Dafür sind qualifizierte Fachkräfte schwer gefragt, die neben dem technischen Know-how betriebliche und wirtschaftliche Kenntnisse mitbringen.

Das Energiewirtschaft- und -management-Studium befindet sich am Puls der Zeit, indem es sich nach den aktuellen Forderungen richtet. Studierende lernen, Innovationen zu entwickeln, Anlagen zu konstruieren und leiten oder nehmen führende Positionen in der Energiewirtschaft ein. Dabei haben sie stets ein Auge auf die Nachhaltigkeit sowie die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Sie sind es, die die Energiewende erst möglich machen. Mit anderen Worten, das zeitgemäße Studium ebnet den Weg zu einer vielversprechenden Karriere.

Passt das Studium zu mir?

Wer Energiewirtschaft und -management studieren möchte, sollte sich für wirtschaftliche Zusammenhänge genauso interessieren wie für Naturwissenschaften. Beide Themenbereiche nehmen einen großen Teil des Stundenplans ein. Technikaffine Personen sind gefragt, denen Umwelt- und Klimaschutz am Herzen liegt.

Da Absolventen als Bindeglied zwischen Ingenieuren, Politikern und Unternehmen agieren, ist es wichtig, dass sie eine gewisse Kommunikationsstärke mitbringen. Ein sicheres Auftreten ohne arrogant zu wirken, ist entsprechend ebenfalls von Vorteil. Teamarbeit ist für sie selbstverständlich. Denn im späteren Berufsleben, egal in welcher Position, sind sie auf gute Zusammenarbeit angewiesen, um Erfolge zu erzielen.

Voraussetzungen, Ablauf und Inhalt des Energiewirtschaft- und -management-Studiums

Bevor die Entscheidung für ein bestimmtes Studium fällt, ist es empfehlenswert, sich genau darüber zu informieren. Immerhin ist die Ausbildung zukunftsweisend und nimmt während der nächsten Jahre einen wichtigen Stellenwert im eigenen Leben ein.

Formale Voraussetzungen

Um Energiewirtschaft und -management studieren zu können, ist die Hochschulreife, also das Abitur erforderlich. Alternativ gilt die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Manche Fachhochschulen akzeptieren zudem die Meisterprüfung oder lassen eine abgeschlossene mindestens dreijährige Berufsausbildung mit einem bestimmten Notendurchschnitt gelten. Dabei eignet sich der Studiengang vor allem für Berufstätige, die aus dem technischen oder betriebswirtschaftlichen Fachgebiet kommen. Quereinsteiger sind aber genauso willkommen.

Alternativ ist für Berufstätige in der Energietechnik und -wirtschaft eine Weiterbildung in den Bereichen Energiewirtschaft oder -management möglich. Das Angebot ist vielfältig. Beliebt sind vor allem Kurse der TÜV oder der IHK. Eine Übersicht über Fortbildungsmöglichkeiten gibt es hier.


Ablauf des Studiums

Die Regelstudienzeit beträgt sechs oder sieben Semester. Bei der berufsbegleitenden Form zieht diese sich etwas in die Länge und kann rund zwei Semester länger dauern. Das Grundstudium umfasst die ersten zwei bis vier Semester. In der Zeit behandeln Studierende vor allem Grundlagen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Natur- und Ingenieurwissenschaften.

Das Hauptstudium befasst sich vermehrt mit energiespezifischen Themen. Zudem können Studierende jetzt gemäß ihren eigenen Interessen Schwerpunkte setzen. Diese sind an jeder Hochschule unterschiedlich. Beispiele für solche Wahlmodule sind regenerative Energiequellen, Energiehandel und -marketing oder Energiewirtschaftspolitik. Einige bieten darüber hinaus Sprachen, meist Wirtschaftsenglisch, als Vertiefungsfach an.

Das Studium der Energiewirtschaft und des Energiemanagements ist praxisorientiert aufgebaut. Während in Vorlesungen und Seminaren die Theorie vermittelt wird, erstellen Studierende Projektarbeiten, häufig in Form von Gruppenarbeit. Dazu gehören Projektberichte und Präsentationen sowie manchmal ein Fachgespräch. Laborarbeit, Exkursionen sowie die projektbasierte Zusammenarbeit mit Unternehmen stehen ebenfalls auf dem Stundenplan. Die meisten Hochschulen integrieren außerdem ein mehrmonatiges Pflichtpraktikum, das durchaus im Ausland stattfinden kann.

Bestandene Prüfungen sowie eine erfolgreiche Bachelorarbeit berechtigen Absolventen schließlich zum Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering. Dieser erlaubt es, ein Masterstudium anzutreten, um sich auf einem bestimmten Gebiet zu spezialisieren. Nach vier Semestern schließt es mit der Masterarbeit ab, die den akademischen Grad Master of Science oder Master of Engineering verleiht.


Studieninhalte

Der interdisziplinäre Studiengang vereint Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwesen. Im Mittelpunkt stehen dabei stets Energiewirtschaft und -management, die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Entsprechend breit gefächert sind die Studieninhalte, die außerdem je nach Hochschule leicht variieren. Daher lohnt es sich, die Studienpläne zu vergleichen. Meistens lernen Studierende folgende Fächer:

  • Physik
  • Chemie
  • Mathematik
  • Elektrotechnik
  • Technische Mechanik
  • Wirtschaftsenglisch
  • Rechnungswesen
  • Wirtschaftsinformatik
  • BWL
  • Energierecht
  • Energiepolitik
  • Energiesysteme
  • Netzbetrieb
  • Regelungstechnik
  • Energieerzeugung und -verteilung

Studienformen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Energiewirtschaft und -management zu studieren. So lassen sich beispielsweise Familie, Job und Studium problemlos unter einen Hut bringen.

  • Das klassische Vollzeitstudium erfordert fast täglich die Präsenz an der Hochschule. Es eignet sich vor allem für Abiturienten.
  • Das berufsbegleitende Teilzeitstudium lässt mit Vorlesungen am Abend oder an Samstagen genug Zeit, um weiterhin zu arbeiten.
  • Noch flexibler ist das Fernstudium. Alle Unterrichtsmaterialien erhalten Studierende per E-Mail, Post oder Download. Vorlesungen sind digital und selbst Prüfungen lassen sich oft online schreiben.

Wo kann ich Energiewirtschaft und -management studieren?

Während mehrere Hochschulen Energiewirtschaft oder Energiemanagement als getrennte Studiengänge anbieten, ist das Fach als zusammengefasste Ausbildung noch selten vertreten. Alternativ ist es möglich, eine der beiden Richtungen zu wählen und die andere danach als Masterstudium anzuhängen.

Folgende Masterstudiengänge stehen denjenigen zur Auswahl, die bereits einen Bachelor absolviert haben:


Was kostet es, Energiewirtschaft und -management zu studieren?

Ein Studium an öffentlichen Hochschulen ist normalerweise relativ günstig. Die Hochschule Esslingen beispielsweise verrechnet einen Semesterbeitrag von 176 Euro, die Technische Hochschule Mittelhessen 280 Euro. Private Institutionen verlangen hingegen mehr, vor allem Fernstudiengänge sind mit hohen Gebühren verbunden. Das Energiewirtschaft- und -management-Studium an der Wilhelm Büchner Hochschule kostet rund 300 Euro monatlich, am Karlsruher Institut für Technologie sind es 7500 Euro pro Semester.

Studienfinanzierung

Damit das Studium nicht am geringen Budget scheitert, stehen Studierenden in Deutschland verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zunächst einmal empfiehlt es sich, neben dem Studium zu arbeiten. Vor allem Werkstudentenjobs bieten den Vorteil, bereits erste Berufserfahrungen zu sammeln.

Beim BAföG handelt es sich um eine staatliche Finanzierung, die monatlich ausgezahlt wird. Anrecht darauf haben alle, deren Eltern die Erstausbildung nicht bezahlen können. Die Hälfte des Betrags muss nach dem Abschluss zurückgezahlt werden.

Private und öffentliche Bildungsfonds greifen begabten Studierenden finanziell unter die Arme. Wer noch weniger Begabung als Geld hat, kann trotzdem mit einem Stipendium rechnen. Denn ehrenamtliche Tätigkeiten oder eine bestimmte Berufsgruppe der Eltern können ebenfalls dazu berechtigen. Stipendien haben zudem den Vorteil, dass es sich um Schenkungen handelt.

Studienkredite sind eine weitere Möglichkeit, das Studium zu finanzieren. Staatliche sowie private Institutionen verleihen diese mit besonders günstigen Zinsen. Es empfiehlt sich, Beratung einzuholen, um ein passendes Darlehen zu finden.


Karrieremöglichkeiten

Das Energiewirtschaft- und -management-Studium verspricht eine herausragende berufliche Zukunft. Es ist der Anfang einer vielversprechenden Karriere, mit vielfältigen, spannenden Berufsbildern im In- und Ausland. Anstellungsmöglichkeiten gibt es in der gesamten Prozesskette der Energieindustrie. Häufig übernehmen Alumni dabei Führungspositionen und leiten Projekte.

Sie arbeiten für Energieerzeuger und -versorger, Netzbetreiber oder Planungs- und Ingenieurbüros, die sich mit Energietechnik befassen. In der Forschung sind sie ebenfalls gefragt sowie in mittleren und größeren Unternehmen, die ihre Energiebilanz selbst managen. Überdies besteht die Möglichkeit, sich als Berater selbstständig zu machen und Betriebe auf diese Weise bei ihrem Energiemanagement zu unterstützen. Manche entscheiden sich dazu, an einer Hochschule zu unterrichten.

Mögliche Berufsfelder sind: 

  • Bausachverständige/r
  • Produktmanagement und -entwicklung
  • Verfahrensentwicklung
  • Energiemanager/in
  • Energiehändler/in
  • Geschäftsführung
  • Consultant für Energiefragen
  • Projektleitung der konventionellen oder regenerativen Energieindustrie
  • Anlagenplaner/in
  • Technischer Vertrieb

Gehaltsaussichten

Da es sich bei der Energiewirtschaft um eine Schlüsselindustrie handelt, ist sie äußerst finanzkräftig. Das bedeutet, mit einem Abschluss in Energiewirtschaft und -management in der Tasche warten von Anfang an attraktive Verdienstmöglichkeiten. Mit einem Masterstudium sehen diese noch besser aus.

Bereits Berufseinsteiger können mit einem Lohn von durchschnittlich 3500 Euro monatlich rechnen, wer einen Master of Science hat, mit 4000 Euro. Auslandserfahrung erhöht das Gehalt ebenfalls sowie natürlich Berufserfahrung. So besteht die Möglichkeit, nach einigen Jahren im Beruf um die 6000 Euro im Monat zu verdienen. Die Unternehmensgröße sowie Position und spezifische berufliche Anforderungen beeinflussen den Lohn ebenfalls.

Ähnliche Studiengänge

Energiewirtschaft und -management ist doch nicht das Richtige? Eine mögliche Alternative wäre, nur Energiewirtschaft oder Energiemanagement zu studieren. Das Angebot ist groß und im Masterstudium lassen sich die Kenntnisse ergänzen. Natürlich gibt es zahlreiche Studiengänge mit ähnlichem Fokus.

  • Energietechnik konzentriert sich mehr auf den technischen Aspekt.
  • Energie- und Gebäudetechnik bringt architektonische Themen mit ein.
  • BWL mit Schwerpunkt Energiewirtschaft ermöglicht es, später auch in anderen Bereichen zu arbeiten.
  • Energie- und Umweltmanagement verbindet Gebäude, Energie und Umwelt mit Wirtschaft und Recht.
  • Der Studiengang erneuerbare Energien eignet sich für alle, denen der Kampf gegen den Klimawandel am Herzen liegt.
  • Umwelttechnik befasst sich mit verschiedenen Verfahren, die die Umwelt schonen.
  • Es ist sogar möglich, Umweltschutz zu studieren.

Fazit zum Energiewirtschaft und Management

Ein Studium bereitet auf die Zukunft vor. Energiewirtschaft und -management nicht nur auf die eigene, sondern auch auf die unseres Planeten. Denn Absolventen sind in der Lage, den technischen Aspekt der Energiewirtschaft mit dem wirtschaftlichen und rechtlichen zu verbinden. Das macht sie zu wichtigen Akteuren der Energiewende. Außerdem verfügen sie über Führungsqualitäten. Dazu kommt, dass erst wenige Hochschulen die Kombination von Energiewirtschaft und -management anbieten. Daher sind Alumni national sowie international heiß begehrt. Entsprechend attraktive Verdienstmöglichkeiten erwarten sie.

Interessierte sollten ein Gespür für Naturwissenschaften, Technik sowie wirtschaftliche Zusammenhänge mitbringen. Dass ihnen unsere Umwelt sowie die Abwendung des Klimawandels am Herzen liegen, versteht sich von allein. Es empfiehlt sich, nach dem Bachelor weitere drei bis vier Semester in ein Masterstudium zu investieren. Dieses verbessert das Gehalt sowie die Karriereperspektiven erheblich.

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