HINWEIS*

Unsere Ernährung spielt eine zentrale Rolle im Leben. Dabei steckt hinter jedem Nahrungsmittel ein Stab von Personen, die sich nicht nur mit der Qualität, sondern auch mit den gesundheitlichen Aspekten und der potenziellen Nutzung der Ressource ‚Nährstoffe‘ auseinandersetzen. Genau das ist das Berufsfeld von Ernährungswissenschaftlern, deren Aufgabe es ist, für mehr Sicherheit in der Lebensmittelerforschung und -zulassung zu sorgen.

Welche Voraussetzungen werden erwartet?

ernaehrungswissenschaft_bachelorWer sich für den Studiengang der Ernährungswissenschaften entscheidet, der sollte ein gutes Abitur oder Fachabitur vorweisen können. Abhängig von der Hochschule bestehen weitere Anforderungen, die durch den Bewerber zu erfüllen sind, wie:

  • Abschlussnote (für Numerus clausus)
  • Vorhandener Test zur Studienorientierung
  • Nachweis über abgeschlossene Vorpraktika
  • Gute bis sehr gute Sprachkenntnisse in Englisch

Sofern die Abiturnote nicht den Zugangsvoraussetzungen der Universität entspricht, müssen entsprechende Wartesemester einberechnet werden.

Als Fortsetzung des abgeschlossenen Bachelor-Studiengangs steht ein optionales Masterstudium im Raum. Bewerber sollten etwa zwei bis drei Jahre zusätzlich für diesen Abschluss einplanen. Je nach Interesse und beruflicher Vorstellung besteht die Option eines Wechsels von der Forschung in den Bereich des Lehramtes, um an beruflichen Schulen den Unterricht übernehmen zu dürfen.


Zu wem passt der Studiengang?

Auf der Suche nach dem richtigen Studiengang spielt meist die persönliche Passion eine Rolle. Wer auf seine Ernährung achtet, stets das Beste für sich aus einer Mahlzeit herauszuholen versucht, oder schon immer die Vorstellung hatte, selbst eine neue Entwicklung in der Lebensmittelbranche anzuregen, der könnte für ein Studium der Ernährungswissenschaften infrage kommen. Gerade bei der Zulassung von bestimmten Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln sind Ernährungswissenschaftler gefragt. Sie analysieren Inhaltsstoffe sowie deren Wirkungsweise bestimmter Produkte wie CBD, bis ins letzte Detail und können über deren chemische Zusammensetzung sowie naturwissenschaftliches Verhalten eine Aussage über die Zulässigkeit treffen.


Wie lange dauert das Studium der Ernährungswissenschaften in der Regel?

Für einen erfolgreichen Bachelorabschluss in Ernährungswissenschaften, ohne Auszeiten oder andere Komplikationen, sollten Bewerber sich auf drei Jahre für ein Vollzeitstudium einrichten. Diese Zeit ist bei einem berufsbegleitenden Bachelorstudium auf bis zu sechs Jahre verlängerbar, da zum Erreichen der notwendigen Credits die volle Studienzeit absolviert sein muss. Nur dann kann die Zulassung zur Prüfung erfolgen.

Entsprechend kommen zwei bis drei Jahre hinzu, wenn der Masterabschluss anvisiert wurde. Dessen konkrete Dauer hängt von der Art des Studiums ab, das sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend angeboten wird.


Wie hoch ist der zu erwartende Zeitaufwand?

Neben dem Besuch der erforderlichen Vorlesungen, deren Vor- und Nachbereitung oder dem Selbststudium bei Fernausbildung müssen Studierende mit einem täglich variierenden Zeitaufwand rechnen. Abhängig von den Zeiten der Vorlesungen sowie bestimmt durch den Aufwand für Eigenleistungen oder das Erstellen der Bachelorarbeit im sechsten Semester, können zusätzliche Stunden aufkommen.


Wo kann Ernährungswissenschaften im Bachelor studiert werden?

Die Liste der Optionen für das Studium der Ernährungswissenschaften ist lang. Dabei unterscheiden sich die Studienmodelle. Da wären zum einen das klassische Präsenz-Bachelorstudium in Voll- oder Teilzeit und zum anderen Fernstudiengänge. Es folgt eine Auswahl der möglichen Studienplatzoptionen für den Bachelor Ernährungswissenschaften.

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Bezeichnung

Dauer

Zur Anbieterseite

Präsenzstudium Vollzeit

6 Semester

Präsenzstudium Vollzeit

6 Semester

Präsenzstudium Vollzeit

6 Semester

Fernstudium Vollzeit

6 Semester

Darüber hinaus bieten Universitäten in Niederrhein, Bonn, Potsdam und Lübeck ebenfalls den Bachelor Ernährungswissenschaften an.

Die meisten Universitäten bieten in diesem Zusammenhang den Masterstudiengang an, der je nach Modell in Vollzeit oder berufsbegleitend zwischen vier und sechs zusätzliche Semester in Anspruch nehmen kann.


Welche Inhalte werden gelehrt?

Fernstudium-ernaehrungDas Studium der Ernährungswissenschaft setzt sich aus unterschiedlichen Modulen zusammen, die zum einen die Grundlagen des Fachbereichs vermitteln und zum anderen Detailwissen thematisieren. Der Grundlagenbereich erstreckt sich über die Bereiche Biologie, Mathematik, Chemie und Physik. Auf diesen bauen Statistik, Mikrobiologie und Genetik auf und bilden das Gerüst zum Verständnis des Organismus und der Wirkung von Lebensmitteln auf diesen.

Der fachspezifische Bereich vertieft die erlernten Grundlagen auf biochemischer Ebene. Neben den theoretischen Anforderungen kommen in diesem Bereich Grundlagenpraktika und Schwerpunktpraktika zum Tragen, die für den Erwerb der Leistungspunkte erforderlich sind.

Das Studium der Ernährungswissenschaften wird zudem durch Wahlmodule ergänzt, die nicht nur das Erreichen der Leistungspunkte möglich machen, sondern auch eine fachspezifische Ausrichtung für den beruflichen Werdegang zulassen.


Welchen Abschluss erhält man nach erfolgreich absolviertem Studiengang?

Nach Abschluss des Bachelorstudiums der Ernährungswissenschaften erhalten die Studierenden den Bachelortitel, der im Nachgang um den Master erweitert werden kann. Für bestimmte Weiterentwicklungen in diesem Berufsfeld ist der Abschluss des Masters zwingend erforderlich.

Wie geht es danach weiter?

Wer sich für Ernährungswissenschaften entscheidet, den erwarten unterschiedliche Möglichkeiten der beruflichen Ausübung und Weiterentwicklung.


Berufschancen

studium-ernaehrungswissenschaftenMit einem erfolgreichen Studienabschluss ist es möglich, in der Lebensmittelindustrie im Bereich der Qualitätskontrolle Fuß zu fassen. Mitunter gibt es Absolventen, die direkt nach dem Bachelor-Abschluss in den medizinischen Bereich wechseln und das notwendige Management der Lebensmittelsicherheit in Kliniken oder Krankenkassen übernehmen. Zudem wäre eine beratende und unterstützende Tätigkeit im klinischen Bereich mit der vorhandenen Ausbildung denkbar.Im Bereich der Forschung gibt es ebenso Plätze für Ernährungswissenschaftler, die sich mit der Entdeckung und Entwicklung neuer Lebensmittel oder Produkte beschäftigten.

Alternativ wäre bei Interesse der Schritt in die Pharmaindustrie ebenfalls eine Möglichkeit. In diesem Falle geht es nicht vordergründig um die Pharmakologie, sondern um die Zusammensetzung von Medikamenten und deren Gesamtverträglichkeit für den Organismus. Wer sich selbstständig machen möchte, dem obliegt die Option des privaten Ernährungsberaters oder Ernährungscoaches.


Verdienst

Berufseinsteiger können mit einem Bruttogehalt in der Selbstständigkeit um die 2500 Euro rechnen. Wer in einem entsprechenden Unternehmen eine Anstellung findet und die notwendigen Jahre an Erfahrung sammelt, für den ist ein Bruttogehalt von bis zu 4200 Euro möglich. Allerdings bestehen optionale Weiterbildungsmöglichkeiten, die gleichermaßen eine höhere Vergütung mit sich bringen.

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Fernstudium

7 Semester

Bachelor of Science

Weiterführende Bildung

Besonders die Spezifikation auf eine Kategorie ermöglicht unterschiedliche Aufstiegschancen in der Karriereentwicklung. So gibt es die Lebensmittelsicherheit und Hygiene als Weiterbildungsoption, die vor allem für Absolventen wichtig ist, wenn sie dauerhaft im klinischen Bereich arbeiten möchten.

Mitunter handelt es sich nur um kurze Kurse oder Fernstudiengänge, die eine Spezifikation erlauben. Dazu zählen Fortbildungen wie:


Mit welchen Kosten und Förderungen kann gerechnet werden?

ernaehrungswissenschaften-studium-kostenDie Kosten für das Studium setzen sich aus unterschiedlichen Posten zusammen. Für einen Vollzeit-Studiengang in Präsenz und an einer staatlichen Hochschule fallen in der Regel Semesterbeiträge in dreistelliger Höhe abhängig von Bundesland und Universität an.

Das Fernstudium ist meist insgesamt mit höheren Kosten verbunden, die monatlich zu zahlen sind, weil es hauptsächlich von Hochschulen in privater Trägerschaft angeboten wird. Überdies kann die Bereitstellung von Lehrmaterialien per Post, die Einschreibung in den Studiengang oder die Teilnahme an Prüfungen weitere Gebühren mit sich bringen.

In Bezug auf die Gesamtkosten kann daher folgende Aussage getroffen werden:

Studien an einer Hochschule in Vollzeit bei Präsenzseminaren unterliegen zunächst den Semestergebühren. Diese belaufen sich in der Regel auf eine Summe zwischen 200 und 500 Euro, je nach Bundesland und Hochschule. Darin sind bereits Verwaltungskosten, ein Beitrag zum Studentenwerk und oft das Semesterticket enthalten, Letzteres berechtigt zur freien Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, um etwa zur Universität zu gelangen.

Darüber hinaus entstehen Kosten für Lehrmittel sowie allgemeine Lebenshaltungskosten, die in den Bedarf mit einfließen. Laut Studis Online lagen die monatlichen Ausgaben für Studierende an einer staatlichen Hochschule im Jahr 2021 zwischen 650 und 1550 Euro – je nach Alter, Wohnort und Studienfach.

Fernstudiengänge sind in der Regel kostspieliger. Die Hochschulen in diesem Fall erlauben eine monatliche Abschlagzahlung, für die die Studenten nicht nur die Lehrmaterialien, sondern auch die Zugänge zu allen Online- und Präsenzeinrichtungen der Fernuniversität erhalten. Gerade staatliche Fernuniversitäten zeichnen sich durch einen geringeren Beitrag im Gegensatz zu privaten Einrichtungen aus.

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Präsenzstudium Vollzeit

6 Semester

Studenten müssen in diesem Zuge bedenken, dass allein der Bachelorabschluss mitunter nicht ausreichend ist, um beruflich die Ziele zu erreichen, die anvisiert wurden. Über den Zugang zum Masterabschluss kommen Kosten für vier bis sechs weitere Semester hinzu. Alles unter dem Gesichtspunkt, dass alle Prüfungen und Arbeiten bestanden werden. Wiederholungs-Semester verursachen einen weiteren ungeplanten Kostenfaktor.

In Bezug auf die möglichen Hilfen haben Studierende die Option, sich bei fehlendem finanziellem Background aus der Familie um BAföG zu bewerben oder einen Studienkredit aufzunehmen, der nach erfolgreichem Abschluss zurückgezahlt werden muss, aber besonders günstige Konditionen hat. In wenigen Fällen und bei außerordentlich guten Leistungen oder sozialem Engagement z. B. im Fachschaftsrat steht die Option des Stipendiums im Raum.

Volljährige Studierende, die noch bei den Eltern wohnen oder sich in Erstausbildung befinden, können zudem monatlich Kindergeld erhalten, wobei dies immer einer Einzelprüfung unterliegt. Finanzielle Aufstockung über Wohngeld bei der Unterhaltung einer eigenen Unterkunft oder aber die Suche nach einem Studierendenjob können Engpässe überbrücken.


Welche ähnlichen Studiengänge gibt es?

Wer sich nicht zwingend mit der Ernährungswissenschaft auseinandersetzen möchte, aber dennoch an diesem Fachgebiet interessiert ist, hat die Möglichkeit, einen anderen Studiengang zu wählen. Die Ernährungswissenschaft bildet in diesem Fall lediglich einen Teilbereich des Studiums. Das bedeutet, dass die zu erlernenden Abschnitte weitaus grober abgehandelt werden und nur ein minimales Grundlagenwissen erworben wird. Dafür halten die Studiengänge andere Informationen bereit, die zum jeweiligen Abschluss erforderlich sind.

Alternativen zum Bachelorstudiengang Ernährungswissenschaften sind:

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Anbieter

Bezeichnung

Abschluss

Dauer

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Vollzeit

Bachelor of Education

6 Semester

Vollzeit

Teil des Lehramts Berufskolleg

6 Semester

Vollzeit

Bachelor of Arts

6 - 12 Semester


Fazit zum Bachelorstudium für Ernährungswissenschaften

Das Studium der Ernährungswissenschaften ist vielseitig und vor allem durch biologisch-chemisch-naturwissenschaftliche Inhalte geprägt. Nach der regulären Studienzeit und der optionalen Erweiterung des Abschlusses durch den Master haben Studierende die Chance auf eine gute Anstellung in der Lebensmittel- oder Pharmabranche. Allerdings werden auf diese Weise gleichermaßen die Grundsteine für eine Selbstständigkeit in der Ernährungsberatung gelegt.

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