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Mobilität vorantreiben mit einem Studium der Fahrzeugtechnik

Basteln, Schrauben, Tüfteln, Probleme lösen – wer bereits in seiner Freizeit Spaß daran hat, Fahrzeuge auseinander- und wieder zusammenzubauen und über ihre Funktionsweise nachzudenken, wird als Fahrzeugtechniker viel Spaß im Berufsalltag haben. Kaum vorstellbar, dass vor gut hundert Jahren noch Pferdekutschen auf den Straßen unterwegs waren.

Der Forschung und Industrialisierung ist es zu verdanken, dass wir uns heute auf komfortable Weise schnell von A nach B bewegen können. Durch ein Studium der Fahrzeugtechnik wirken die Studierenden in ihrem späteren Job an der Weiterentwicklung von Fahrzeugen mit. Aktuell ist vor allem der Elektroantrieb gefragt, da dieser die Umwelt weniger stark belastet. Schon heute setzen viele Unternehmen bei ihren Flotten auf Elektrofahrzeuge und erfreuen sich an einem Ausbau der Ladestationen.

Um an diesen wichtigen Themen mitarbeiten zu können, benötigen Fahrzeugtechniker ein fundiertes Hintergrund- und Fachwissen, das sie sich im Rahmen eines Studiums aneignen.

 

TOP Studiengänge der Fahrzeugtechnik


Mobilitätswirtschaft
Hochschule Fresenius Hamburg, Köln und München

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester, 7 Semester mit optionalem Praxissemester
🏷 795 €/Monat


Fahrzeugtechnik (Bachelor)
Wilhelm Büchner Hochschule

🎓 B. Eng.
⌛ 7 Semester
🏷 ca. 333 €/Monat, zzgl. 695 € Prüfungsgebühren


Fahrzeugtechnik (Master)
Wilhelm Büchner Hochschule

🎓 M. Eng.
⌛ 3 oder 4 Semester
🏷 ca. 539 €/Monat, zzgl. 780 € Prüfungsgebühren


Elektromobilität und regenerative Energien
Hochschule Ravensburg-Weingarten

🎓 B. Eng.
⌛ 7 Semester
🏷 157,50 €/Semester


Automotive Management
Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) in Köln oder Hannover

🎓 B. A.
⌛ 6 Semester
🏷 640 €/Monat, zzgl. 150 € (individuelles Auswahlverfahren), 500 € (Abschlussprüfung)


Fahrzeugtechnik

Ostfalia Hochschule in Wolfsburg

🎓 B. Eng.
⌛ 7 Semester
🏷 353,27 €/Semester


Kraftfahrzeugtechnik
Westsächsische Hochschule Zwickau

🎓 Dipl-Ing. (FH)
⌛ 8 Semester
🏷 252 €/Semester


Fahrzeugtechnik

Hochschule für angewandte Wissenschaften in München

🎓 B. Sc.
⌛ 7 Semester
🏷 129,40 €/Semester


Automobilproduktion und -technik

Technische Universität Chemnitz

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 347,78 €/Semester

Was macht ein Fahrzeugtechniker?

Die Arbeit eines Fahrzeugtechnikers unterscheidet sich von der eines Kfz-Mechanikers, der in erster Linie die Reparatur von Fahrzeugen übernimmt. Der Fahrzeugtechniker verfügt zwar auch über Wissen bezüglich des Aufbaus und der einzelnen Komponenten von Personenkraftwagen, wirkt aber außerdem aktiv an der Weiterentwicklung und Erforschung neuer Technologien mit und kümmert sich um die Verbesserung bestehender Technik, beispielsweise der Fahrzeugsicherheit oder der Dynamik. Ebenso gehört die Verbesserung von Assistenzsystemen zu seinen täglichen Aufgaben. Letzteren haben wir es zu verdanken, dass moderne Fahrzeuge mit Abstandswarnsystemen, Parkassistenten und Scheinwerfern oder Scheibenwischern ausgestattet sind, die automatisch auf Wetter- und Lichtverhältnisse reagieren.

Sein Wissen beschränkt sich dabei nicht auf eine bestimmte Art von Fahrzeugen, wie zum Beispiel PKWs, auch wenn diese im privaten Gebrauch am häufigsten gefahren werden und einen Großteil der zugelassenen Fahrzeuge ausmachen. LKWs, Arbeitsmaschinen, Schienen- und Wasserfahrzeuge oder Landmaschinen gehören ebenfalls zu seinem Einsatzgebiet. Selbstverständlich ist es möglich, sich auf ein bestimmtes Fachgebiet zu spezialisieren oder sich der Neuproduktion von kompletten Fahrzeugen zu widmen. Alternativ fokussieren Fahrzeugtechniker einzelne Komponenten, beispielsweise den Motor oder die Karosserie, und beziehen diese Kenntnisse auf das gesamte Fahrzeug.

Als Ingenieur arbeiten Fahrzeugtechniker in unterschiedlichen Bereichen. Sie finden überwiegend in der Fahrzeugindustrie einen Arbeitsplatz oder arbeiten für Fahrzeughersteller oder Zulieferbetriebe. Darüber hinaus ist es möglich, in der Prüfung von Fahrzeugen oder der Forschung eine Anstellung zu finden. Einige Fahrzeugtechniker übernehmen außerdem eine Managerposition, wodurch ihre wirtschaftlichen Kenntnisse gefragt sind.

Zwar kann eine Ausbildung im technischen Bereich der erste Schritt auf dem Weg zum Fahrzeugtechniker sein, aber insbesondere dann, wenn höhere Positionen angestrebt werden, führt der Weg im Idealfall über ein Studium der Fahrzeugtechnik beziehungsweise des Maschinenbaus. Nach einem grundlegenden Bachelorstudium erfolgt die Spezialisierung auf bestimmte Teilbereiche, beispielsweise die Fahrzeugsicherheit oder Elektromobilität.


Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Vor Beginn des Studiums müssen die Bewerber gewisse formale Voraussetzungen erfüllen, um sich in den Studiengang einschreiben zu können. In der Regel ist hierfür eine allgemeine Hochschulreife oder eine Fachhochschulreife notwendig. Einige Universitäten und Hochschulen bieten alternative Zugangsmöglichkeiten an, wenn die Bewerber eine entsprechende Ausbildung und Berufserfahrung vorweisen können. Unter Umständen kommt bei einer hohen Anzahl von Bewerbern und einer begrenzten Anzahl von Studienplätzen ein NC (Numerus clausus) ins Spiel: Nur wer eine bestimmte Abschlussnote vorweist, wird für das Studium zugelassen. Der NC ist abhängig von der Nachfrage und kann von Jahr zu Jahr variieren.

Ein Studium sollte niemals ausschließlich deshalb aufgenommen werden, weil es sichere Zukunftsaussichten und attraktive Gehälter bietet. Auf diese Weise werden Absolventen langfristig keine Freude in ihrem Berufsalltag finden. Daher ist es ratsam, einige persönliche Voraussetzungen für diesen Studiengang mitzubringen. In diesem Rahmen seien zunächst Interesse und Freude an der Technik erwähnt. Nur wer sich für die Inhalte des Studiums (Antriebstechnik, Mechanik etc.) beziehungsweise der späteren Arbeit begeistert, wird im Berufsalltag Erfüllung finden. Doch noch ein weiteres Interesse ist von großer Bedeutung: das für die Naturwissenschaften, denn das Studium ist unter anderem von Mathematik- und Physikkursen durchzogen.

Darüber hinaus sollten Interessierte analytisches Denkvermögen vorweisen können, durch das sie in der Lage sind, komplexe Sachverhalte und Zusammenhänge zu durchdenken, zu hinterfragen und daraus Rückschlüsse für ihre weitere Vorgehensweise ziehen. Bei der Umsetzung sind eine gewisse Detailverliebtheit und Genauigkeit gefragt, damit letztendlich alles zusammenpasst.

Fahrzeugtechniker arbeiten jedoch nicht ausschließlich allein, sondern zumeist in einem Team. Dort, wo viele Meinungen und Erfahrungen aufeinandertreffen, sind Konflikte vorprogrammiert. Daher sollten alle Teammitglieder kompromissbereit und kommunikationsfähig sein. Des Weiteren zahlt sich bei allen Projekten ein ausgeprägtes Organisationstalent aus, damit alle Beteiligten weder über- noch unterfordert sind und Deadlines eingehalten werden.

Wo kann ich Fahrzeugtechnik studieren?

Es gibt viele Hochschulen und Fachhochschulen in Deutschland, die den Studiengang Fahrzeugtechnik oder einen ähnlichen Studiengang in unterschiedlichen Formen, beispielsweise dual oder als Vollzeit- oder Fernstudium anbieten. Folgender Überblick vermittelt einen ersten Eindruck darüber, wie die Studiengänge und ihre Bezeichnungen voneinander abweichen können.

Ebenso unterschiedlich wie die Bezeichnungen der einzelnen Studiengänge sind deren Details im Aufbau. Einige finden im Fernstudium statt, andere als Präsenzstudium vor Ort. Manche Angebote, insbesondere solche von privaten Institutionen, sind kostenpflichtig, während andere von staatlichen Universitäten gelehrt werden und daher günstiger sind. Inhaltlich fordern einige Universitäten und Hochschulen Praktika von ihren Studierenden, in denen sie erste Berufserfahrungen sammeln. Wie lang das Praktikum sein soll und wann es stattfindet, lässt sich in den Informationen zum jeweiligen Studiengang nachlesen.

Welche Inhalte vermittelt das Studium und wie ist es aufgebaut?

Im Gegensatz zum Fahrzeugbau konzentriert sich das Fahrzeugtechnik-Studium auf mehrere Teilgebiete und setzt die Konstruktion von Fahrzeugen mit der Wirkung auf die Umwelt in Verbindung. Es ist dabei durch die Arbeit an Prüfständen, beim Produktionsprozess und durch Simulationen sehr praxisorientiert. Vor allem bei einem dualen Studium nimmt die Praxis einen großen Teil der Zeit ein.

Im Angebot der Universitäten gibt es verschiedene Studiengänge, die sich mit der Kraftfahrzeugtechnik beschäftigen. Je nach Hochschule oder Universität kann es daher Abweichungen bezüglich des Inhalts, Aufbaus oder der Bezeichnung des Studiengangs geben (oftmals findet man den Studiengang unter dem Namen Automotive Engineering). Detaillierte Angaben finden Interessierte auf den Webseiten der jeweiligen Institution. Auch die Studienform (Fern- oder Präsenzstudium, berufsbegleitend oder dual) übt Einfluss auf den Aufbau und Ablauf des Studiums aus.

Allen Studiengängen gemein ist jedoch, dass zunächst Grundlagen vermittelt werden und im späteren Verlauf Spezialisierungen möglich sind. Zu den Ersteren, die häufig die ersten drei oder vier Semester des Studiums füllen, gehört fundiertes Wissen in den Naturwissenschaften und im Ingenieurwesen, Informatik, Physik und Statik. Ebenso stehen Werkstoffkunde und Kinematik auf dem Stundenplan.

Anschließend folgen Module zur Antriebstechnik, Mechanik, BWL sowie Wärme- und Stoffübertragung.

Gegen Ende des Studiums spezialisieren sich die Studierenden auf Bereiche, die sie besonders interessieren. Dies könnten beispielsweise folgende Fachgebiete sein: Kraftfahrzeugservice, Motoren oder Fahrzeugbau. Diese Spezialisierungen werden dann im Masterstudium weiter vertieft. Ergänzt wird das gesamte Studium durch Wahlfächer, zum Beispiel eDrive, Fahrzeugsicherheit oder Produktentwicklung, die die Studenten je nach Interesse belegen und somit Kenntnisse ausbauen.

Einige Universitäten bieten das Fachgebiet Fahrzeugtechnik als Teilgebiet des Maschinenbaus an, sodass die Kenntnisse über diesen Studiengang erworben werden.


Welchen Abschluss erhalten Studierende der Fahrzeugtechnik?

Studierende erhalten nach ihrem Bachelorstudium den Bachelor of Engineering (B. Eng.) oder Bachelor of Science (B. Sc.). Dieses dauert sechs oder sieben Semester im Vollzeitstudium. Eine Ausnahme bildet der Studiengang Kraftfahrzeugtechnik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ). Dort dauert das Studium acht Semester und die Absolventen erhalten einen Diplomabschluss. Am Ende des Studiums steht das Verfassen einer Bachelorarbeit auf dem Pflichtprogramm, in der einer wissenschaftlichen Fragestellung nachgegangen wird.

Aufbauend zum Bachelorstudium steht den Absolventen dann der Masterstudiengang offen. Dieses dauert vier Semester. Auch dieses Studium endet mit einer Abschlussarbeit. Wer diese erfolgreich besteht, erhält den Titel Master of Science (M. Sc.) oder Master of Engineering (M. Eng.).

Außerdem ist es möglich, Fahrzeugtechnik auf Lehramt zu studieren. In diesem Falle werden die Studieninhalte durch methodische, didaktische und pädagogische Fächer angereichert, durch die die Studierenden Kompetenzen für die Vermittlung von Wissen erlernen. Die Absolventen erhalten ebenfalls den Bachelor beziehungsweise Master of Science oder den Bachelor beziehungsweise Master of Education (B. Ed., M. Ed.).


Welche Kosten kommen auf mich zu?

Grundsätzlich gilt: Studien und Lehrgänge an privaten Institutionen sind mit hohen monatlichen Kosten verbunden, während an staatlichen Universitäten lediglich ein Semesterbeitrag erhoben wird. Aus diesem Grund ist es notwendig, sich vorab über die anfallenden Kosten zu informieren und gegebenenfalls einen Finanzierungsplan für das Studium auszuarbeiten. Folgende Beispiele dienen als grobe Einschätzung darüber, mit welchen Gebühren die Studenten rechnen müssen.

Für das Studium an der Technischen Universität in Chemnitz fallen keine Gebühren an. Die Studierenden zahlen lediglich das Semesterticket sowie die Leistungen des Studentenwerks und der Studentenvertretungen. Je nach Lebensstil können daher die Ausbildungskosten gering gehalten und beispielsweise durch einen Nebenjob oder das BAföG abgedeckt werden.

Ähnlich verhält es sich mit einem Studium an der FH Zwickau. Hier fällt jeweils zur Rückmeldung der Semesterbeitrag an, der sich aus dem Studentenwerksbeitrag, dem Semesterticket und dem Studentenschaftsbeitrag zusammensetzt. Aktuell beträgt er 252 Euro pro Semester. Weitere Gebühren gibt es nicht.

An der Ostfalia Hochschule liegt der Semesterbeitrag mit knapp 353 Euro etwas höher.

Anders verhält es sich mit dem Angebot der FHM. Hier entrichten die Studierenden des Fachs Automotive Management monatlich einen Beitrag in Höhe von 640 Euro. Somit summieren sich die Kosten bei sechs Semestern schnell auf mehrere Tausend Euro.

In Ravensburg-Weingarten erhebt die Hochschule einen geringen Semesterbeitrag in Höhe von 157 Euro. Internationale Studierende zahlen allerdings 1500 Euro und für ein Zweitstudium werden 650 Euro pro Semester berechnet.

Von den vorgestellten Angeboten ist das der Fresenius Hochschule am kostspieligsten. Für das Bachelorstudium fallen Kosten in Höhe von 795 Euro monatlich an.

Beachtet man die großen Kostenunterschiede der einzelnen Angebote, ist es lohnend, sich vorab genauestens zu informieren. Bestenfalls stellen Interessierte eine Checkliste zusammen, auf der sie ihre Wünsche an den Standort und das Studium notieren und diese mit den Angeboten vergleichen.


Welche Berufsaussichten haben Fahrzeugtechniker und was verdienen sie?

In ihrem Berufsalltag sind Entwicklungsingenieure und Fahrzeugtechniker am gesamten Entwicklungsprozess beteiligt und begleiten das neue Produkt von der Konzeption bis hin zur Serienproduktion. Je nach Spezialisierung kümmern sie sich zudem um das Sounddesign, die Instandsetzung und Wartung oder beurteilen als Sachverständige Verkehrsunfälle.

Zwar fallen die Studiengebühren mitunter sehr hoch aus, aber dafür können sich Absolventen auf gut bezahlte Jobaussichten im Sachverständigenwesen, der Produktentwicklung oder der Fahrzeugsimulation freuen. Aufgrund des großen Praxisanteils während des Studiums sind ihre Kenntnisse ebenso in der Karosseriekonzeption und -konstruktion sehr gefragt, was sich letztendlich im Gehalt widerspiegelt.

Das Einstiegsgehalt für Fahrzeugtechniker liegt bei circa 3800 Euro brutto monatlich, wobei diese Angabe nur eine grobe Orientierung darstellen kann. Je nach Branche, Standort und Größe des Unternehmens schwanken die Gehälter. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das monatliche Einkommen auf circa 5000 Euro brutto monatlich.


Fazit zur Fahrzeugtechnik

Wer eine Begeisterung für Fahrzeuge auf zwei, vier oder mehr Rädern, auf Schienen oder zu Wasser mitbringt, ihre Entwicklung vorantreiben möchte und darüber hinaus Spaß an den Naturwissenschaften und Technik hat, ist mit einem Fahrzeugtechnik-Studium gut beraten. Positive Jobaussichten stellen die anfallenden Kosten während des Studiums in den Schatten. Dennoch sollte die Finanzierung der Ausbildung gut geplant werden, um sich nicht zu verschulden.

Nach dem abgeschlossenen Bachelor- oder Masterstudium stehen den Absolventen alle Türen zur Automobilindustrie offen. Hier können sie ihre Kenntnisse anwenden und den Samen für eine umweltbewusste und moderne Mobilität der Zukunft setzen.

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