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Medieninformatik: Ein interdisziplinärer Studiengang mit Zukunft

97,5 % der deutschen Informatiker haben einen Job. Medieninformatiker eingeschlossen. Nach ihrem Uniabschluss finden sich die meisten Absolventen in der glücklichen Lage, sich ihren Arbeitgeber aussuchen zu können. Nicht umgekehrt.

Medieninformatik kombiniert praktische Informatik mit der Gestaltung und Entwicklung digitaler Medien. Neben Programmierung, Datenbanken oder Rechnerstrukturen beschäftigt sie sich unter anderem mit multimedialen Technologien und Computergrafik. Fachübergreifende Themen aus Wirtschaft, Psychologie und Recht runden den Lehrplan ab.

Wer sich für Informatik, Design und Medienentwicklung interessiert und in einer jungen, stetig wachsenden Branche mit Zukunftspotenzial arbeiten will, für den ist der Studiengang Medieninformatik ideal.

TOP Studiengänge Medieninformatik


Medieninformatik
LMU München

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 142,40 €/Semester


Medieninformatik
HdM Stuttgart

🎓 B. Sc.
⌛ 7 Semester
🏷 205,40 €/Semester


Medieninformatik
Universität Regensburg

🎓 B. A.
⌛ 6 Semester
🏷 162,50 €/Semester


Medieninformatik (dual)
Hochschule Hof

🎓 B. Sc., Fachinformatiker (IHK)
⌛ 7 Semester
🏷 96,98 €/Semester


Medieninformatik (dual)
Technische Hochschule Nürnberg

🎓 B. Sc., Fachinformatiker (IHK)
⌛ 6 Semester (nur Studium)
🏷 118 €/Semester


Medieninformatik Online

Beuth Hochschule für Technik in Berlin

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 118,59 €/Semester zzgl. Medienbezugsentgelt von 78 €/Modul und Semester


Medieninformatik Online-Studiengang
Hochschule Emden-Leer

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 159 €/Semester zzgl. Medienbezugsentgelt von 78 €/Modul und Semester


Medieninformatik (Online-Studiengang)

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 192 €/Semester zzgl. Medienbezugsentgelt von 78 €/Modul und Semester


Medieninformatik
IUBH

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 12.873 €


Was lernt man in Medieninformatik?

Studenten der Medieninformatik beschäftigen sich mit typischen Informatikthemen und medienwissenschaftlichen Fächern. Die genauen Studieninhalte unterscheiden sich zwischen den Hochschulen, weil jede eigene Schwerpunkte setzt. Einige fokussieren sich mehr auf Gestaltung, andere legen Wert auf Softwareentwicklung oder eine fundierte Informatik-Ausbildung. Nach dem Grundstudium wählen die Studierenden aus einer Reihe Wahlpflichtmodule die Themen aus, die sie gerne vertiefen möchten.

Gruppenprojekte gehören an jeder Uni dazu. Auf ihren Webseiten präsentieren die TU Berlin und die HS Harz die Ergebnisse solcher studentischer Arbeiten der interessierten Öffentlichkeit.

An einigen Hochschulen ist ein Praxissemester fester Bestandteil des Studiums. Zum Beispiel an der HS Düsseldorf. Ein halbes Jahr lang arbeiten die Studierenden in einem Betrieb und wenden ihr Uni-Wissen an. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den praktischen Teil des Bachelors im Ausland zu absolvieren.

Folgende Fächer könnten auf dem Stundenplan stehen:

  • Datenbanken
  • Betriebssysteme
  • Theoretische Informatik
  • Algorithmen und Programmierung
  • Computergrafik
  • 3D-Modelling
  • Software Engeneering
  • Datenschutz
  • Wirtschaft
  • Entwicklung interaktiver Benutzeroberflächen

Ist Medieninformatik schwer?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Was ein Studierender als schwierig empfindet, ist eine sehr subjektive Angelegenheit. Einige fürchten sich vor der theoretischen Informatik, andere haben großen Respekt vor Mathe oder dem Programmieren.

Studienanfänger, die Medieninformatik studieren, um der ungeliebten Mathematik auszuweichen, suchen sich besser einen anderen Studiengang. Denn: Je nach Bildungseinrichtung liegt der Mathe- und Informatikanteil bei nicht zu unterschätzenden 70 bis 80 Prozent. Etwa die Hälfte der Studienanfänger brechen schon im ersten Jahr ab. Sei es durch enttäuschte Erwartungen oder ein zu schwieriges Lernpensum.

Fakt ist, dass theoretische Inhalte zum Studiengang Medieninformatik dazugehören. Mathematik genauso. Wer das Gauß’sche Verfahren, lineare Algebra und Aussagenlogik eher interessant als abschreckend findet, wird auch in anspruchsvollen Übungen die nötige Motivation zum Lernen aufbringen.

Allen, die jetzt nur Bahnhof verstehen, geht hoffentlich im Vorkurs ein Licht auf. Die meisten Unis und Fachhochschulen bieten nämlich Auffrischungsveranstaltungen an, um den Erstsemestern den Einstieg zu erleichtern. Für Studienanfänger, deren Abitur schon länger zurückliegt, hat die Hochschule Osnabrück sogar ein freiwilliges mathematisches Vorsemester im Programm.

Zum Lernen von Programmiersprachen finden Interessierte jede Menge Ressourcen im Internet, zum Beispiel auf Youtube oder Lernplattformen wie Udemy.

Wie überall gilt auch in der Medieninformatik: Aller Anfang ist schwer. Das Grundstudium vermittelt, nun ja, Grundwissen und erfordert Fleißarbeit. Die Bereitschaft, Wissenslücken durch intensives Lernen auszugleichen und seine Wochenenden in der Bibliothek statt auf WG-Parties zu verbringen, gehört zum erfolgreichen Studieren dazu. Spätestens, wenn der Stoff nach ein zwei Semestern richtig interessant wird, hat sich das Durchhalten gelohnt.


Was zeichnet einen Studenten der Medieninformatik aus?

Zu den persönlichen Voraussetzungen gehören Kreativität und eine starke Affinität zur Technik. Beim Programmieren verhindert manchmal nur eine hohe Frustrationstoleranz vorzeitiges Aufgeben. Alle diese Fähigkeiten sind auch im späteren Berufsleben nützlich. Viel Wert wird auf Teamfähigkeit gelegt, weil die Studierenden von Anfang an gemeinsame Projekte bearbeiten.

Außerdem helfen:

… gute bis sehr gute Schulnoten in Mathe und Physik,

… logisches, abstraktes und analytisches Denkvermögen,

… Interesse am Umgang mit Technik und Computern und

… Fleiß, Eigeninitiative und Selbstvertrauen dabei, den Bachelor-Abschluss zu erreichen.

Häufig stellen sich die angehenden Studenten die Frage, ob sie Vorkenntnisse im Programmieren benötigen. Die Antwort: Nein, brauchen sie nicht. Die Lehrveranstaltungen beginnen auf Abiturniveau und Programmieren kommt meistens erst nach dem Grundstudium dran. Manchen Lehrenden sind Programmier-Anfänger sogar lieber, weil die sich noch keinen eigenen Stil angeeignet haben.

Wer zweifelt, ob Medieninformatik der richtige Studiengang für ihn ist, kann mit dem Studiengangs-Erwartungscheck der Hochschule Osnabrück überprüfen, ob seine Vorstellungen mit den Inhalten des Studiums übereinstimmen.


Wo kann man seinen Bachelor in Medieninformatik machen?

Alle, die ein Präsenzstudium an einer Fachhochschule oder Universität anstreben, können überall in Deutschland Medieninformatik studieren – ein gutes Abitur und Flexibilität vorausgesetzt. Unter anderem an der HdM Stuttgart, der LMU München oder der Uni Regensburg. Die meisten Einrichtungen bieten auch kompatible Master-Studiengänge an.

Fachhochschulen sind praxisorientierter und verschulter als Universitäten. Die wiederum erlauben den Studierenden größere Freiheiten. Dafür verlangen sie mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit.

Ein duales Studium der Medieninformatik ist eine Kombination aus Ausbildung und Studium. In den Lehrplan integrierte Praxiseinsätze vertiefen das theoretisch erlernte Wissen. Die Studierenden absolvieren gleichzeitig ein Bachelorstudium und eine Berufsausbildung, erwerben also zwei qualifizierende Abschlüsse. Vorteilhaft ist die finanzielle Unabhängigkeit, weil sie – genau wie Azubis – ein Gehalt bekommen. Das liegt im ersten Semester bei etwa 750 Euro und damit schon über dem BAföG-Höchstsatz.

Medieninformatik als dualer Studiengang wird zum Beispiel an der Hochschule Hof, der Technischen Hochschule Nürnberg, der Hochschule RheinMain Wiesbaden oder der Hochschule Anhalt angeboten.

Für Studienwillige, die durch Beruf oder Care-Arbeit keine Zeit für ein Vollzeitstudium haben, eignet sich Medieninformatik als Online- oder Fernstudium. Zum Beispiel an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin, der Hochschule Emden-Leer oder einer privaten Institution. Die Studierenden erarbeiten die Module selbstständig. Das erfordert Disziplin. Alle benötigten Lehrmaterialien stellt die Uni online bereit. Die wenigen Präsenzveranstaltungen und natürlich die Prüfungen finden freitags oder am Wochenende statt.


Formale Voraussetzungen, um Medieninformatik zu studieren

Das Abitur und die fachgebundene Hochschulreife berechtigen in Deutschland zu einem Universitätsstudium. Um an Fachhochschulen zu studieren, genügt die allgemeine Fachhochschulreife.

Weiterhin ist es mit bestimmten beruflichen Qualifikationen möglich, auch ohne Abitur eine Universität zu besuchen. Da jedes Land dazu seine eigenen Gesetze hat, wenden sich Interessierte an ihre Wunschuni. Dort erhalten sie genaue Informationen rund ums Bewerbungsverfahren.

Darüber hinaus verlangen einige Unis für ihr internes Auswahlverfahren den Nachweis eines Vorpraktikums, einen Studieneignungstest, ein Motivationsschreiben oder ein bestimmtes Englisch-Niveau. Studierende aus dem europäischen und nicht-europäischen Ausland müssen ihre Deutschkenntnisse unter Beweis stellen.

Medieninformatik wird in zulassungsbeschränkten und freien Studiengängen angeboten. Der NC hängt von der Anzahl der Bewerber ab und lag im Jahr 2019 laut studis-online.de zwischen 2,0 (TU Berlin) und 3,1 (Hochschule RheinMain Wiesbaden).

Das Studium beginnt in der Regel im Wintersemester. An manchen Hochschulen kann man sich auch im Sommersemester einschreiben. Genaue Informationen zum Bewerbungsverfahren und den benötigten Dokumenten stellen die Universitäten und Fachhochschulen auf ihrer Webseite oder bei Studieninformationstagen bereit.


Wie lange dauert das Studium der Medieninformatik und wie hoch ist der Zeitaufwand?

Die Regelstudienzeit für den Bachelor-Studiengang Medieninformatik liegt je nach Hochschule zwischen sechs und acht Semestern. Im Vollzeitstudium erwerben die Studierenden pro Semester 30 Credit Points (ECTS). Ein Punkt entspricht zwischen 25 und 30 Arbeitsstunden. Ein Semester hat im Schnitt 15 Wochen. Man kann sich ausrechnen, dass ein Vollzeitstudium etwa 50 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt.

Studierende, die ein Kind unter 18 Jahren betreuen, berufstätig sind, Angehörige pflegen oder durch eine chronische Erkrankung oder Behinderung kein Vollzeitstudium schaffen, beantragen das Studium in Teilzeit. Das verlängert natürlich die Gesamtdauer des Studiums. Die genauen Regelungen unterscheiden sich innerhalb der Hochschulen.


Wie viel kostet es, Medieninformatik zu studieren?

Das Erststudium an einer staatlichen Hochschule ist in Deutschland grundsätzlich gebührenfrei. Nur in Baden-Württemberg müssen Studenten aus Nicht-EU-Längern pro Semester 1.500 Euro aufbringen. Ein von der gesamten Studentenschaft halbjährlich zu zahlender Semesterbeitrag setzt sich aus Verwaltungsgebühren, einem Beitrag an Studierendenvertretungen und Studentenwerk und dem meist obligatorischen Semesterticket hinzu. Zur Orientierung: Studenten, die an der Hochschule Osnabrück Medieninformatik lernen, zahlen momentan 340,22 Euro pro Semester.

Wer einen Online-Studiengang belegt, entrichtet einen geringeren Betrag und kriegt kein Semesterticket. Dafür erheben die Hochschulen von Studenten der Medieninformatik ein Medienbezugsentgelt in Höhe von rund 50 Euro. Ein komplettes Online-Studium an der TH Lübeck mit 30 Online-Kursen kostet momentan 2.340 Euro (Stand: März 2019).


Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Um sein Leben als Vollzeitstudent der Medieninformatik zu finanzieren, prüfen die meisten angehenden Studierenden, ob sie BAföG bekommen können. Hier geht es zum BAföG-Rechner von studis-online.de. Immerhin müssen Studenten im Durchschnitt 819 Euro für ihren Lebensunterhalt aufbringen.

Die staatliche Studienfinanzierung in Form eines zinslosen Darlehens muss nur zur Hälfte zurückgezahlt werden. Dazu ist die Verschuldung auf 10.000 Euro begrenzt. Allerdings ist die Ausbildungsförderung – von bestimmten Ausnahmefällen abgesehen – an das Einkommen der Erziehungsberechtigten und die Regelstudienzeit gebunden.

Studenten, die kein BAföG bekommen, wenden sich an ihre Eltern. Die sind nämlich gesetzlich verpflichtet, ihren Nachwuchs bis zum Erreichen eines berufsqualifizierenden Abschlusses finanziell zu unterstützen. Und dazu zählt auch ein Bachelorstudium.

Fast zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Ein großer Anteil dieser Gruppe benötigt die Einkünfte, um sich ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Geeignete Jobs finden sie über das Studentenwerk oder Jobbörsen im Internet.

Studentenkredite und Stipendien stellen eine weitere Möglichkeit dar, sein Studium der Medieninformatik zu finanzieren.


Bachelorabschluss in Medieninformatik – was kommt danach?

„Und was machst Du dann damit?“, welcher (angehende) Medieninformatik-Student kennt diese Frage nicht? Mit einem Bachelorabschluss in Medieninformatik stehen dem Absolventen die Türen zu ganz verschiedenen Unternehmen offen:

  • Softwarehäuser
  • Verlage
  • Telekommunikationsunternehmen
  • Werbeagenturen
  • Rundfunkanstalten
  • Automobilindustrie

Die Digitalisierung macht vor keinem Lebensbereich halt und beinah jeder Wirtschaftszweig braucht Informatiker. Medieninformatiker als gut ausgebildete Allrounder sind besonders gefragt. Das verdeutlicht die niedrige Arbeitslosenrate: Nur zu 2,5 % aller ITler haben keinen Job. Sie entwickeln Apps für moderne und zukünftige Mobilgeräte, programmieren Online-Shops, arbeiten in der Filmbranche oder sind als IT-Berater tätig. Ihr Einstiegsgehalt liegt je nach Firma und Bundesland zwischen 2.000 und 3.000 Euro monatlich. Berufseinsteiger mit Master verdienen etwas mehr.

Absolventen, die sich mit einem Bachelor-Abschluss allein noch nicht bereit für die Arbeitswelt fühlen und ihre Kenntnisse weiter vertiefen möchten, hängen gleich den Master dran. Hier eine kleine Auswahl der möglichen Anschluss-Studiengänge:


Welche Studiengänge sind so ähnlich wie Medieninformatik?

Medieninformatik passt irgendwie nicht? Die Abiturnote ist für einen zulassungsbeschränkten Studiengang zu niedrig? Oder ein Umzug ans andere Ende der Republik ist ausgeschlossen? Hier sind einige verwandte Fächer:

  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Interface-Design
  • Medien- und Kommunikationsinformatik
  • Visual Computing
  • Informatik: Games Engeneering

Wer nicht unbedingt studieren will, kann zunächst eine Ausbildung zum Mediengestalter, Gamedesigner oder Fachinformatiker absolvieren, bevor er an der Uni tiefer in die Materie eintaucht. Der Vorteil: Die abgeschlossene Ausbildung und einige Jahre Berufserfahrung berechtigen zum elternunabhängigen BAföG.


Wo finde ich weitere Infos?

Artikel über Medieninformatik auf Wikipedia

Imagefilm Medieninformatik der Hochschule der Medien Informatik

Liste aller Hochschulen & Universitäten, die Medieninformatik anbieten

Stellenangebote für Medieninformatiker auf indeed.com

Medieninformatik-Blog der HS Harz

Modulhandbuch für Medieninformatik der Uni München


Fazit zur Medieninformatik

Das Studium der Medieninformatik richtet sich an kreative und technikaffine Menschen, die digitale Medien mitgestalten wollen. Es verknüpft typische Informatik-Themen mit Medienwissenschaften und dauert sechs bis acht Semester. Viele Fachhochschulen und Universitäten bieten den Studiengang an, besondere Praxisnähe vermittelt ein duales Studium. Wer Medieninformatik studieren möchte, sollte sich das hohen Mathematik- und Informatikteils bewusst sein. Selbsttests und Eignungschecks im Internet helfen dabei, die eigenen Vorstellungen mit den Inhalten des Studiums abzugleichen.

Bereits nach dem Bachelor haben die Absolventen gute Berufschancen in ganz verschiedenen Wirtschaftszweigen. Möchten sie sich in einem bestimmten Themenfeld spezialisieren, legen sie anschließend ihren Master-Abschluss ab. 

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