HINWEIS*

Interdisziplinär erfolgreich mit technischer Betriebswirtschaft

Die Entscheidung über die passende Berufswahl prägt nach dem erfolgreichen Abschluss der Schulzeit den weiteren Lebensweg. Während einige Absolventen sofort wissen, womit sie ihren Berufsalltag füllen werden, sind andere hin- und hergerissen. Zu vielfältig erscheinen die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. In einem solchen Fall ist es von Vorteil, wenn der Beruf verschiedene Fachrichtungen und Tätigkeiten miteinander vereint. Mit einem Studium der technischen Betriebswirtschaft kombinieren die Studierenden technisches Know-how mit wirtschaftswissenschaftlichem Fachwissen. Auf diese Weise sind sie in unzähligen Unternehmen vielfältig einsetzbar und haben bei Nichtgefallen die Möglichkeit, ihre Interessenschwerpunkte neu zu legen oder den Arbeitgeber zu wechseln. Die Nachfrage nach kompetenten Mitarbeitern im technisch-wirtschaftlichen Bereich ist besonders in den Branchen groß, die von modernen, technischen Innovationen profitieren und zugleich ihre wirtschaftlichen Interessen wahren müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

TOP Studiengänge für Technische Betriebswirtschaft


Betriebswirtschaftslehre, technisch orientiert
Universität Stuttgart (staatl.)

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 220,20 €


Internationale technische Betriebswirtschaft
Hochschule Esslingen (staatl.)

🎓 B. Sc.
⌛ 7 Semester
🏷 174,50 €


Technische Betriebswirtschaft
Hochschule Kaiserslautern (staatl.)

🎓 B. Sc.
⌛ 7 Semester
🏷 248,74 €


Wirtschaftsingenieurwesen, Schwerpunkt Management
Hochschule Merseburg (staatl.)

🎓 B. Sc.
⌛ 7 Semester
🏷 220,90 €


Technische Betriebswirtschaft
Technische Hochschule Georg Agricola (staatl.)

🎓 B. Sc.
⌛ 6 Semester
🏷 238,38 €


Technische Betriebswirtschaftslehre

TU Clausthal (staatl.)

🎓 M. Sc.
⌛ 4 Semester
🏷 190 €


Betriebswirtschaft 
Technische Hochschule Mittelhessen (staatl.)

🎓 B. A.
⌛ 7 Semester
🏷 278,32 €

Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie (berufsbegleitend) 
FOM Hochschule (priv.)

🎓 B. Sc.
⌛ 7 Semester
🏷 1.770 €


Was ist technische Betriebswirtschaft?

Die moderne Arbeitswelt ist insbesondere in großen Unternehmen komplex. Umso hilfreicher ist es, dass Hochschulen und Universitäten mit passenden Studiengängen auf diese Komplexität reagieren und interdisziplinäre Studiengänge anbieten, die verschiedene Fachgebiete miteinander kombinieren. Zu diesen Kombinationen gehört die technische Betriebswirtschaft. Man könnte sie als Schnittstelle zwischen einem technikorientierten und einem klassischen BWL-Studium bezeichnen. Eine ähnliche Kombination ist das Wirtschaftsingenieurwesen, allerdings ist hier die Verteilung der beiden Bereiche sehr gleichmäßig, während bei der technischen Betriebswirtschaft der Schwerpunkt auf dem wirtschaftlichen Bereich liegt.

Ziel der Kombinationsstudiengänge ist es, Experten für eben jene gefragten Schnittstellen auszubilden, sodass diese an ihren späteren Arbeitsplätzen in der Lage sind, Wissen aus beiden Bereichen mitzubringen und bei wichtigen Entscheidungen einen Input beizusteuern. Dies ist vor allem in Führungspositionen und Managementtätigkeiten notwendig, die Absolventen mit einem technischen Betriebswirtschaftsstudium anstreben können.

Bei der Wahl des Studiengangs ist es daher ratsam, ähnliche Angebote miteinander zu vergleichen und angebotene Wahlschwerpunkte nachzuvollziehen, damit die Studienwahl mit den eigenen Interessen harmoniert. Informationen zum Aufbau und Inhalten des Studiums geben die Webseiten der einzelnen Universitäten. Hier informieren sich Interessierte ebenfalls über die Anforderungen, Studiendauer und -gebühren.

Welche persönlichen und formellen Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Nicht jeder Bewerber ist für jeden Studiengang der passende Kandidat. Da die Universitäten und Hochschulen in der Regel ausschließlich auf die Abschlussnoten schauen und die persönlichen Interessen eher eine untergeordnete Rolle spielen, ist es sinnvoll, sich selbst vorab zu überlegen, wo die persönlichen Stärken, Schwächen, Interessen und Abneigungen liegen, um langfristig mit der Studien- und Berufswahl zufrieden zu sein. Jemand, dessen Herz in kreativen Schaffensprozessen aufgeht, der mit Schrift und Sprache agieren möchte und/oder der eine Abneigung gegen Zahlen und technische Abläufe hat, wird mit einem Studium der technischen Betriebswirtschaft vermutlich eher unglücklich. Dieser Studiengang richtet sich an Personen, deren Persönlichkeitsprofil folgende Merkmale aufweist:

    • Gute bis sehr gute Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik, Biologie, Chemie und Informatik
    • Gute Deutsch– und Englischkenntnisse
    • Freude am Umgang mit Zahlen

 

  • Analytisches Denken
  • Wirtschaftliches Denken
  • Disziplin

 

  • Interesse an Technik und wirtschaftlichen Fragestellungen
  • Hohe Sozialkompetenz
  • Gute Kommunikationsfähigkeit

Neben den persönlichen Voraussetzungen und einem fundierten Grundlagenwissen, das sich Bewerber bereits zu Schulzeiten angeeignet haben, gibt es außerdem formelle Anforderungen seitens der Universität für ein Studium der technischen Betriebswirtschaft:

 

  • Abitur 

 

oder

 

  • Fachabitur 

 

oder

 

  • Abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung und mehrjährige Berufspraxis

 

Welcher der Nachweise akzeptiert wird, hängt von der jeweiligen Institution ab. Nicht alle ermöglichen den Antritt eines Studiums ohne einen Nachweis über die allgemeine Hochschulreife.


Welche Studieninhalte werden vermittelt?

Nach dem Abitur starten die Studierenden mit einem sechs- bzw. achtsemestrigen Bachelorstudium der technischen Betriebswirtschaft. Anschließend haben sie die Möglichkeit, sich für ein aufbauendes Masterstudium einzuschreiben und ihre Fachkenntnisse zu vertiefen. Der Erwerb des Masters umfasst je nach Hochschule weitere zwei bis vier Semester.

Im modularisierten Bachelorstudium erlernen die Studierenden die Grundlagen. Die einzelnen Module umfassen die wirtschaftlichen Bereiche des Finanz- und Rechnungswesens sowie der Leistungswirtschaft, aber ebenso kommunikations- und zwischenmenschlich orientierte Facetten wie das Personalwesen, die Unternehmensführung und das Marketing. Auf der technischen Ebene besuchen die Studierenden Kurse der Wirtschaftsinformatik und Umwelttechnik. Ebenso stehen Seminare und Vorlesungen aus den Bereichen Maschinenbau und Materialwissenschaften auf dem Stundenplan.

All die Theorie nützt allerdings wenig, wenn die Studierenden nicht wissen, wie sie ihr Wissen in der Praxis umsetzen sollen. Daher legen die Universitäten großen Wert auf eine praxisnahe Ausbildung und fordern von ihnen ein Praxissemester, diverse Praktika oder die Teilnahme an praktischen Übungen. Auf diese Weise werden Theorie und Praxis miteinander verknüpft und die Absolventen können mit ihren Erfahrungen im Bewerbungsgespräch punkten. Je umfassender der Erfahrungsschatz ist, desto interessanter ist der Bewerber für das Unternehmen. Insbesondere wenn die Erfahrungen zielgerichtet gesammelt wurden und bestenfalls zu den Tätigkeiten im Unternehmen passen. Aus diesem Grund ist es ratsam, bereits während des Studiums mitzudenken und den Studienablauf dahingehend zu planen, wenn bereits bekannt ist, in welche berufliche Richtung es gehen soll.

Wer noch nicht weiß, auf welchen Bereich er einen besonderen Fokus legen möchte, hat während des Bachelorstudiums ausreichend Gelegenheiten, dies im Rahmen von Wahlmodulen herauszufinden. Ein facettenreiches Portfolio an abgelegten Kursen kann bei einigen Unternehmen ebenfalls auf großes Interesse stoßen, da es zeigt, dass sich der Bewerber problemlos mit neuen Thematiken und Herausforderungen auseinandersetzen kann.

Spätestens im Masterstudium sollte allerdings klar sein, wofür sich der Einzelne begeistert. In dieser Phase können die Studierenden sich auf einzelnen Themenkomplexe fokussieren, beispielsweise die Umwelttechnik oder das Marketing. Die Möglichkeiten werden jedoch von der Universität vorgegeben.


Wo kann ich technische Betriebswirtschaft studieren?

In ganz Deutschland gibt es Universitäten, Hochschulen und Fernschulen, die Technische Betriebswirtschaft oder einen ähnlichen Studiengang anbieten. Interessenten sollten sich vorab überlegen, ob sie ihr Studium in Vollzeit, Teilzeit, als duales oder berufsbegleitendes Studium oder als Fernstudium absolvieren möchten, denn nicht jede Institution offeriert jede dieser Möglichkeiten. Des Weiteren spielt der Standort der Uni eine große Rolle, falls ein Umzug quer durch die Republik vermieden werden soll.

Die folgende Auflistung soll einen ersten Überblick darüber vermitteln, wo und wie das Studium in Deutschland aufgenommen werden kann.


Wie geht es nach dem Studium weiter?

Zweifellos setzen Unternehmen auf Wachstum, um langfristig in der Marktwirtschaft bestehen zu können. Die Produktion und Digitalisierung und haben dabei enormen Einfluss auf den wirtschaftlichen Stellenwert eines Unternehmens. Sie suchen demnach verstärkt nach Fachkräften, die ein interdisziplinäres Studium abgeschlossen haben und sich mit ihrem Fachwissen aus beiden Bereichen einbringen können.

Innerhalb des Unternehmens nehmen Absolventen der technischen Betriebswirtschaft eine Schlüsselfunktion ein, die sie dazu befähigt, unternehmensinterne Prozesse gesamtwirtschaftlich zu bewerten, ökonomische Lösungen für technische Probleme zu entwickeln und Führungsaufgaben zu übernehmen.

Aus diesem Grund können sie in verschiedenen Abteilungen eingesetzt werden, beispielsweise im Marketing, Produktionsmanagement, Vertrieb oder Einkauf. Ebenso sind sie in der Lage, die Fertigung im Auge zu behalten oder beim Projekt- und Qualitätsmanagement mitzuwirken.


Anstellungsmöglichkeiten für Absolventen der technischen Betriebswirtschaft

Je nachdem, welcher Schwerpunkt im Studium gesetzt wurde, finden Absolventen in den unterschiedlichsten Bereichen Anstellungsmöglichkeiten. Die folgende Aufstellung soll einen Überblick über verschiedene Berufe und damit verbundenen Tätigkeiten auf dem Berufsmarkt geben.

Berufe mit dem Schwerpunkt Personal und Psychologie:

  • HR Business Partner: Coaching, Personalbeschaffung, Steuerung, Entwicklung von Personalprozesse
  • Personalreferent: personelle Entscheidungen treffen und umsetzen, Personalgewinnung, Bewerberauswahl, Verwaltung, Ausstellung von Arbeitszeugnissen
  • Manager Personalmarketing: Arbeitgeber als Marke stärken, Personalmarketing für bestimmte Zielgruppen, Betreuung der Kommunikationskanäle, Stellenausschreibungen

Berufe mit dem Schwerpunkt IT und Ingenieurwesen.

  • SAP-Berater: Einführung von Softwarelösungen sowie deren Betreuung und Anwendung, Optimierung von SAP-Lösungen
  • Technical Consultant: Erstellung von technischen Konzepten sowie deren Installation, Qualitätsmanagement, Systemintegration
  • Kostenanalytiker: Erarbeitung von Preisfindungsstrategien und Kostenkonzepten, Optimierung von Kalkulationsinstrumenten, Sicherstellung der Preise

Berufe mit dem Schwerpunkt Marketing

  • Marketingmanager: Erarbeitung von Marketingstrategien, Produktgestaltung, Marktforschung, Umsetzung von Werbestrategien, Erfolgskontrolle
  • Produktmanager: bestehende Produkte fördern, Produkterweiterungen, Marktanalysen, Forschung und Entwicklung
  • Sales Manager: Analyse des Umsatzes, Vertriebskampagnen, Ausbau bestehender Vertriebsnetze

Berufe im Bereich Controlling und Rechnungswesen

  • Controller: Erstellung von Wirtschaftsplänen, Wirtschaftlichkeitsberechnung, interne und externe Reportings
  • Cash Manager: Cashflow-Planung, Analyse und Liquiditätsplanung, Berichterstellung
  • Wirtschaftsprüfer: Prüfung von Jahresabschlüssen und Bilanzen, Beratung, Analyse der Gesamtsituation

Darüber hinaus finden sich Berufe in den Bereichen Internationales, Gesundheit, Finanzen und Versicherungen, Logistik und Handel sowie Tourismus.


Gehaltsaussichten

Ebenso vielfältig wie die Berufsaussichten sind die Gehälter. Diese variieren je nach Branche, Berufserfahrung, Region und Größe des Unternehmens. Natürlich spielen auch das Verhandlungsgeschick des Bewerbers und sein Abschluss (Bachelor oder Master) eine entscheidende Rolle. Eine Pauschalaussage über das zu erwartende Gehalt nach einem Studium der technischen Betriebswirtschaft ist daher kaum möglich. Stattdessen kann an dieser Stelle lediglich ein grober Rahmen als erste Orientierung gegeben werden.

Als Einstiegsgehalt können Absolventen mit einem Bruttolohn zwischen 2.800 und 4.000 Euro rechnen. Detaillierte Beispiele helfen Absolventen und Studierenden dabei, ihre eigenen Gehaltsaussichten realistisch einzuschätzen. Vergleichsportale haben zu diesem Zwecke die Gehälter, Branchen, Alter und Berufsbezeichnungen verschiedener Arbeitnehmer gegenübergestellt.


Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Wer kein Studium absolvieren kann oder möchte, hat die Möglichkeit, sich grundlegendes Fachwissen aus dem Bereich der technischen Betriebswirtschaft im Rahmen einer Weiterbildung anzueignen, beispielsweise mit dem Abschluss Technischer Betriebswirt der IHK. Der Ausbildungsweg ist weniger theorielastig als ein Studium. Aufbauend auf die Weiterbildung zum Geprüften Technischen Fachwirt (IHK) kann anschließend der Technische Betriebswirt erworben werden.

Auch wenn der Weg ein anderer ist und in den Köpfen vieler Menschen nicht akademische Ausbildungswege geringer geschätzt werden, wurde der IHK-Abschluss des Technischen Betriebswirts, dennoch als gleichwertig zu einem Masterstudium eingestuft. Begründet wird dies damit, dass die Inhalte und der Ausbildungsweg durchaus miteinander vergleichbar seien. Vor diesem Hintergrund bietet der Ausbildungsweg in Kombination mit den entsprechenden Weiterbildungen eine vielversprechende Alternative zum akademischen Abschluss.


Fazit

Zahlenliebhaber, die eine Affinität für Naturwissenschaften haben und sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren, sind mit einem Studium der technischen Betriebswirtschaft gut beraten. Hier können sie ihre interdisziplinären Kenntnisse gewinnbringend einsetzen. Als formelle Voraussetzung für das Studium müssen sie lediglich ein (Fach-)Abitur vorweisen. 

Der Bachelorstudiengang, der meist mit dem Abschluss Bachelor of Science abschließt und deutschlandweit angeboten wird, vermittelt den Studierenden alle notwendigen Grundlagenkenntnisse, die sie für ihren weiteren Werdegang benötigen. Praktische Erfahrungen sammeln sie bei Praktika oder Übungen in den Seminaren. Ob sie anschließend einen Masterabschluss anstreben möchten, bleibt den Studierenden überlassen. Allerdings zahlen sich die dort erworbenen Spezialisierungen in einzelne Fachgebiete langfristig im Berufsleben aus.

Nach dem Studium orientieren sich die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt, der vielfältige Angebote bereithält. Dabei ist allerdings die Konkurrenz nicht zu unterschätzen. Zwar können BWL-Studenten in vielen Sparten eines Unternehmens angestellt werden, doch gilt dies ebenfalls für Absolventen anderer und ähnlicher Studiengänge. Eine langfristige Planung und gezielte Spezialisierungen während des Studiums sind daher empfehlenswert, wenn ein bestimmter Berufswunsch verfolgt wird. Kenntnisse, die für das Unternehmen einen besonderen Wert haben, machen sich außerdem auf der Lohnabrechnung bemerkbar.

Über den Ausbildungs- und Weiterbildungsweg stehen technischen Betriebswirten ähnlich gute Jobaussichten offen wie Trägern eines akademischen Grades.

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